Sattelauflieger: Fliegl Asphaltprofi Thermo für den Einsatz im Straßenbau

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Mit Beginn des Jahres 2015 gibt es nun auch eine Änderung in Bezug auf den Bundes- und Fernstraßenbau. Um Straßen mit Asphalt zu bauen, müssen für den Asphalt-Transport ab sofort Thermofahrzeuge eingesetzt werden. Bisher gilt dies nur für Abschnitte ab einer bestimmten Größe. Ab 2019 wird diese Regelung jedoch komplett in Kraft treten. Fliegl bietet nun den Sattelauflieger mit Thermoeigenschaften an.

Fliegl – ein Unternehmen mit einer erfolgreichen Geschichte

Der Sattelauflieger “Asphaltprofi Thermo” von Fliegl für den Transport von Asphalt nach den neuen Richtlinien des Gesetzgebers. (#1)

Der Sattelauflieger “Asphaltprofi Thermo” von Fliegl für den Transport von Asphalt nach den neuen Richtlinien des Gesetzgebers. (#1)

Mit dem neuen Sattelauflieger Asphaltprofi Thermo macht sich Fliegl derzeit wieder einen Namen. Tatsächlich handelt es sich bei dem Unternehmen um einen bewährten Hersteller für Fahrzeuge und Produkte in Bezug auf den Bau. Gegründet wurde das Unternehmen relativ bald nach der deutschen Wiedervereinigung. Die Familie Fliegl hatte die Vision, Fahrzeuge zu erschaffen, die eine Arbeit im Straßenbau aber auch in anderen Baubereichen deutlich erleichtern. Das erste Gefährt, was vom Band lief, war der Tandemkipper. Dieser wurde direkt auf der nächsten „bauma“ vorgestellt. Damit war der Auftritt auf der Messe auch eine Vorstellung des Unternehmens selbst. Die Messe für Baumaterialien jeder Art war für Fliegl eine optimale Basis, auf sich aufmerksam zu machen. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. In den nächsten Jahren folgte die Herstellung weiterer Produkte, wie den Tiefbettanhängern, den Tiefladeranhängern oder auch dem Sattelauflieger.

Eines der aktuellen Modelle ist der Sattelauflieger Asphaltprofi Thermo von Fliegl. Dieser wurde speziell für den Einsatz im Straßenbau entwickelt und ist optimal für den korrekten Transport von Asphalt geeignet. Dank der Thermoeigenschaften können Bauunternehmen den Sattelauflieger von Fliegl nun auch im Rahmen der neuen Regelung einsetzen.

So ist der Asphaltprofi Thermo von Fliegl aufgebaut

Das Unternehmen Fliegl wirbt bei seinem Sattelauflieger mit einem hervorragenden Dämmwert. Dieser wird in erster Linie natürlich durch eine spezielle Dämmung erreicht. Hier setzt der Anbieter auf den unternehmenseigenen Fliegl-Isotherm. Der Dämmstoff kommt in der Mulde zum Einsatz. Die Mulde selbst hat eine Größe von insgesamt 28 Kubikmetern. Der Fliegl-Isotherm wird genutzt, damit die Muldenaußenseiten mit dem Dämmstoff verkleidet werden können. Nur so lässt sich die hervorragende Dämmung auch erreichen. Schon bei dem Zusammenbau des Sattelaufliegers achtet der Hersteller darauf, Spanten und Kältebrücken zu vermeiden. Damit es dazu nicht kommt, werden das Heck und die Front, die Mulde und der Boden gedämmt. Bisher wurden Systeme in dieser Ausführung mit Steinwolle gedämmt. Das ist ebenfalls eine Möglichkeit. Dabei ist aber zu bedenken, dass Steinwolle Feuchtigkeit gegenüber sehr empfindlich ist. Anders ist es dagegen bei Fliegl-Isotherm. Das Material ist so konzipiert, dass es seine optimalen Eigenschaften selbst dann behält, wenn es mit Feuchtigkeit in Berührung kommt.

Neben der Dämmung wurde auch die Kipper-Konstruktion durch Fliegl in Angriff genommen. Nur so ließ sich die Bildung von Kältebrücken auch optimal im Griff behalten. Um das Transportgut von allen Seiten abdecken zu können, wird im oberen Bereich zu einer Thermoplane gegriffen. Diese sorgt dafür, dass der Muldenraum optimal wärmegeschützt ist. Gerade in Bezug auf die Temperatur ist er so stabil. Beim Transport des Asphalts geht somit nichts von der Wärme verloren, unabhängig von der Länge der Transportwege.

Neben dem positiven Effekt, dass der Asphalt warm bleibt, ist auch die Auswirkung auf die Qualität nicht zu unterschätzen. Wird der Asphalt in dem Sattelauflieger von Fliegl transportiert, dann ist er auch später beim Einsatz im Straßenbau deutlich haltbarer und sehr robust. Dank dem Verdichtungsgrad des Sattelaufliegers von Fliegl kann die Temperatur sogar noch erhöht werden, was die Einbauqualität des Stoffes positiv beeinflusst.

Diese Vorteile bringt der Sattelauflieger für Bauunternehmen mit sich

Durch die neue Regelung sehen sich viele Bauunternehmen gezwungen, in Thermo-Fahrzeuge zu investieren. Das ist erst einmal eine Anschaffung, die natürlich hohe Kosten nach sich zieht. Die Vorteile bei der Investition in ein solches Fahrzeug sind aber ebenfalls nicht zu unterschätzen. Für den Asphalt gibt es einen vorgeschriebenen Verdichtungsgrad. Wird dieser nicht eingehalten, dann kann es passieren, dass Bauunternehmen mit hohen Schadensersatzansprüchen konfrontiert werden. Der Thermo Sattelauflieger von Fliegl sorgt dafür, dass diese Angst nun unbegründet ist. Zwar ist es so, dass der Einsatz der Thermo-Fahrzeuge noch nicht für alle Arbeiten am Asphalt vorgeschrieben ist. Dennoch sollten Bauunternehmen nicht aus den Augen verlieren, dass sie mit einem solchen Fahrzeug im Fuhrpark die Möglichkeit haben, mehr Aufträge zu erhalten. Bereits bevor die Vorgaben festgesetzt wurden, gab es innerhalb von Bayern 40 Ausschreibungen für Aufträge, bei denen der Einsatz der Thermo Sattelauflieger vorgeschrieben war. In Zukunft nimmt die Zahl noch deutlich zu.

Bis 2019 ist von einer Übergangszeit die Rede. Dennoch werden Bauunternehmen schnell merken, dass immer mehr Ausschreibungen in Bezug zu den Thermo-Fahrzeugen stehen und die Wahrscheinlichkeit, mit einem solchen Fahrzeug einen Auftrag zu erhalten, deutlich größer ist.

Was hat es mit der Gesetzesänderung auf sich?

Hinweise zur kommenden Änderung gab es schon im Jahr 2014. Damals wurde bereits darauf hingewiesen, dass ab 2015 Änderungen in den Anforderungen an Fuhrunternehmen im Straßenbau gestellt werden. Die Vorgaben sind in vielen europäischen Ländern schon länger Pflicht. Mit Beginn des Jahres 2015 gelten sie nun auch in Deutschland. Der Transport von Asphalt muss jetzt in Thermo-Fahrzeugen durchgeführt werden. Bisher gilt diese Vorgabe nur für bestimmte Projekte. Wenn eine Mindestfläche von insgesamt 18.000 Quadratmetern, also ungefähr 3 Kilometern, asphaltiert werden muss, dann kommt der Sattelauflieger auf jeden Fall zum Einsatz. Ab dem Jahr 2019 gilt diese Vorgabe dann für alle Flächen.

Im Straßenbau sind die Anforderungen an die Qualität hoch. Daher muss der Sattelauflieger eine hervorragende Thermoisolierung aufweisen können. Zudem ist es notwendig, die Temperatur qualifiziert messen zu können. Die ersten Vorstellungen der Sattelauflieger wurden auf der Messe „Nordbau“ im Jahr 2014 durchgeführt. Auch auf der „IAA“ konnten die Sattelauflieger besichtigt werden.

Ziel dieser Veränderungen ist es, die Qualität des Asphalts nachhaltig zu erhöhen. Minderwertiger Asphalt kann teure Schäden nach sich ziehen. Schlaglöcher im Asphalt sind nicht nur ärgerlich sondern können auch dafür sorgen, dass Autos kaputt gehen. Die Stadt ist dann in der Situation, die Straße ausbessern zu müssen. Die Kosten sind hoch, ganz zu schweigen von dem Aufwand, der hier betrieben werden muss. Dies soll zukünftig vermieden werden, in dem mit dem Sattelauflieger der Asphalt in der richtigen Temperatur zum Bestimmungsort gelangt.


Bildnachweis: © Fliegl – Titelbild + #1

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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