Fernstudium: Supply Chain Management

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Immer mehr Menschen entschließen sich zu einem Fernstudium. Der Grund: Es geht weniger um die beruflich orientierte Ausbildung, sondern vielmehr um das lebenslange Lernen. Das Supply-Chain-Management Fernstudium ist besonders gefragt.

Fernstudium Supply-Chain-Management: Steigende Nachfrage zu vermelden

In den letzten Jahren stieg die Nachfrage nach berufsbegleitenden Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten kontinuierlich an, was in Studien wie von Forsa bereits Anfang 2016 nachvollziehbar dargestellt wurde. Dort hieß es, dass inzwischen jeder zweite Angestellte eine Weiterbildung plane, wobei es hierbei nicht nur um das Fernstudium ging, sondern auch um alle anderen Weiterbildungsmöglichkeiten. Dennoch wurde schon damals ersichtlich, welche Bedeutung das lebenslange Lernen für Berufstätige in Deutschland hat und dass der Ruf nach einer besseren Bildung immer lauter wird.

Einzelne Bereiche sind besonders gefragt und so präsentiert sich der Studiengang Logistik im Fernstudium als gut gebucht. Hier ist es vor allem das Supply-Chain-Management, das sich durch eine sehr starke Nachfrage auszeichnet. Rund zwei Drittel aller Beschäftigten geben bei Umfragen an, dass sie sich durch das Fernstudium berufliche Aufstiegsmöglichkeiten erhoffen, außerdem wollen sie sich persönlich weiterentwickeln. Berufstätige sehen in der Weiterbildung über das Fernstudium zudem die Chance, eine bessere Stellung auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen, denn qualifiziertes Personal ist nach wie vor Mangelware. Das gilt insbesondere im Supply-Chain-Management, wo viele Unternehmen immer noch in den Anfängen stecken und erst langsam begreifen, was die Digitalisierung auch von diesem Bereich fordert.

Während die meisten studieren, weil sie beruflich besser gestellt sein wollen, sehen sie gleichzeitig den rein finanziellen Aspekt eher untergeordnet. Das bedeutet, dass es vorrangig um eine persönliche Entwicklung geht, die hier angestrebt wird, dass fachliche Qualifikationen stärker gefragt sind. Berufliche und private Übergangsphasen oder Zeiten ohne Job hingegen sind kaum ausschlaggebende Gründe, warum ein Fernstudium mit dem Abschluss Bachelor oder Master angestrebt wird.

Generell wird das Fernstudium damit vor allem als Karrieretreiber gesehen, denn berufliche und karriererelevante Aspekte spielen die größte Rolle. Genau hier liegt die Verbindung zum Supply-Chain-Management, das vertiefend an einer Hochschule behandelt werden kann. Grund für die wachsende Nachfrage an dieser Weiterbildung ist vor allem, dass dank neuer Technologien und Digitalisierung die Bedeutung des Supply-Chain-Managements immer mehr steigt, gleichzeitig aber adäquat ausgebildete Fachkräfte in zu geringer Zahl vorhanden sind. Einen Bachelor oder Master in Logistik oder BWL haben immer noch zu wenige Berufstätige in Deutschland vorzuweisen, erwarten aber dennoch, in diesem Bereich eingesetzt zu werden.

Generell wird das Fernstudium damit vor allem als Karrieretreiber gesehen, denn berufliche und karriererelevante Aspekte spielen die größte Rolle. (foto-Shutterstock:_ChameleonsEye )

Generell wird das Fernstudium damit vor allem als Karrieretreiber gesehen, denn berufliche und karriererelevante Aspekte spielen die größte Rolle. (foto-Shutterstock:_ChameleonsEye)

Bedeutung von Supply-Chain-Management nimmt zu

Der Wettbewerb unter den Unternehmen nimmt zu und das nicht nur innerhalb von Deutschland, sondern weltweit. Immer mehr Unternehmen verlängern ihre Lieferkette nach China oder andere Länder Asiens und sind auf ein gutes Supply-Chain-Management angewiesen. Effiziente Abwicklungsformen sind gefragt, wobei sich diese konkret an der Wertschöpfungskette orientieren müssen. Bisher lag der Fokus vieler Firmen vorrangig auf der Verbesserung der unternehmensinternen Abläufe und Potenziale. Jetzt hingegen muss das Hauptinteresse auf unternehmensübergreifenden Strukturen und Abläufen liegen: Das Supply Network agiert weltweit und stellt die Logistik vor neue Herausforderungen.

Ein Augenmerk muss unter anderem auf internetbasierten Strategien liegen, mit denen sich die Kommunikation zwischen Unternehmenspartnern, die überall auf der Welt verteilt liegen und sich hauptsächlich in Europa und Asien befinden, verbessern lässt. Berufstätige in Unternehmen, die bereits in diesem Bereich tätig sind, müssen sich dementsprechend weiterbilden und neue Kompetenzen erwerben, um den hohen Anforderungen gerecht zu werden und die Zielsetzung des Unternehmens zu unterstützen.

Wer sich die Frage stellt, warum ein Fernstudium als Weiterbildung gewählt wird: Die aktuelle Position des Lernenden im Unternehmen erfordert neue Ansätze und fachliche Qualifikationen, die direkt umgesetzt werden müssen und unternehmensspezifisch angewendet werden. Damit wird ein Experte ausgebildet, der die Vorgänge im Unternehmen kennt und mit deutlich mehr Wissen aufwarten kann.

Vom Supply-Chain-Management wird mittlerweile viel erwartet: Es soll dazu beitragen, die Unternehmensziele effizient zu erreichen und dabei alle Partner entlang der Lieferkette miteinander zu verknüpfen. Vor dem Hintergrund der internationalen Ausdehnung vieler Lieferketten erklärt sich, dass Berufstätige eine Fortbildung im Bereich Supply-Chain-Management benötigen, um das Funktionieren der Lieferkete auch mit den neuen Geschäftspartnern sicherstellen zu können. Auch der Bachelor oder Master in BWL, der einst an der Hochschule erworben wurde, kann den heutigen Anforderungen längst nicht mehr gerecht werden. Das gesamte Supply Network von Planung, Steuerung und Kontrolle bis hin zur Optimierung ist im Rahmen des Supply-Chain-Management zu leisten.

Dabei werden die Möglichkeiten des Supply-Chain-Managements durch das E-Business deutlich erweitert. Durch Nutzung der Internettechnologie und verschiedener Standardisierungen kann der Kunde direkt angesprochen werden. Dabei handelt es sich immer häufiger um den Endkunden, der bisher üblicherweise zwischengeschaltete Businesskunde ist in vielen Branchen längst Geschichte. Endkunden kaufen direkt vom Hersteller, was durch das Supply-Chain-Management berücksichtigt werden muss.

Wer bereits im Logistikbereich tätig ist, kommt um eine Fortbildung im Supply-Chain-Management nicht mehr herum, denn seine Bedeutung wächst mehr und mehr. Foto- shutterstock insta_photos:

Wer bereits im Logistikbereich tätig ist, kommt um eine Fortbildung im Supply-Chain-Management nicht mehr herum, denn seine Bedeutung wächst mehr und mehr.(Foto-shutterstock:insta_photos)

Fortbildung Supply-Chain-Management für Berufstätige

Wer bereits im Logistikbereich tätig ist, kommt um eine Fortbildung im Supply-Chain-Management nicht mehr herum, denn seine Bedeutung wächst mehr und mehr. Meist wird als Voraussetzung für eine Tätigkeit in diesem Fachgebiet lediglich eine kaufmännische Ausbildung erwartet, wobei diese Ausbildung bestenfalls bei einem Logistiker stattgefunden haben soll. Auch ein Studium der BWL oder der Wirtschaftswissenschaften mit Abschluss Bachelor oder Master ist sinnvoll.

Um aus einer Beschäftigung heraus eine leitende Position im Unternehmen besetzen zu können, ist das Fernstudium zur Weiterbildung ideal. Es kommt in vielen Fällen ohne Präsenzzeiten aus, und wenn solche gefordert werden, dann handelt es sich lediglich um kurze Zeiten, die als Block zusammengefasst sind.

Englische Sprachkenntnisse? verhandlungssicher!

Supply Chain Manager müssen in der Lage sein, Synergien zu nutzen, sollen verhandlungsstark und gut organisiert sein. Englisch muss zwingend sehr gut beherrscht werden, denn das Supply-Chain-Management beschäftigt sich mit weltweiten Strukturen und spricht international tätige Unternehmen an.

Ein wichtiger Punkt: Viele sind der Meinung, dass durch die Digitalisierung zahlreiche klassische Berufsfelder ersetzt werden, wenn auch nicht jetzt gleich, so doch aber in der Zukunft. Das gilt nicht für den Supply Chain Manager, denn er wird auch zukünftig notwendig sein. Angesichts der Tatsache, dass immer mehr Software und Anwendungen für das Supply-Chain-Management genutzt werden können und dass allgemein auf gesteigerte Anforderungen in der Logistik geblickt wird, muss doch der Mensch dahinter die Grundlagen des Fachbereiches beherrschen. Er hält die Fäden in der Hand und führt alle Prozesse zusammen.

Wichtig ist in dem Zusammenhang auch die Globalisierung: Immer mehr Menschen können sich einen höheren Lebensstandard leisten und erwarten dementsprechend die Verfügbarkeit aller Waren, Produkte und Services. Dies muss koordiniert werden, was nicht allein über eine Software möglich ist. Die Grundlagen, die im Fernstudium für den Abschluss Bachelor oder Master erworben werden, müssen angepasst und auf die jeweilige Lieferkette optimiert werden. Dies ist Aufgabe gut ausgebildeter Fachkräfte, die bestenfalls beim Studium der BWL den Schwerpunkt Logistik gewählt haben.

Nicht zuletzt spielen die jüngsten Entwicklungen in puncto Umweltbewusstsein eine Rolle. Die Menschen wollen künftig wissen, wie ihre Güter transportiert werden, welche Wege sie genommen haben und ob sich die Logistik eines Unternehmens mit dem eigenen Gedanken an den Umweltschutz verbinden lässt. Im Rahmen des Supply-Chain-Managements muss bereits beim Studium an der Hochschule dafür Sorge getragen werden, dass mögliche Strukturen aufgezeigt werden und dass sich alle Anforderungen verbinden lassen. Das kann keine Software, die nur darauf ausgerichtet ist, ein Problem zu lösen.

Alle Probleme und Herausforderungen müssen in ihrer Gesamtheit betrachtet und gelöst werden. Die Grundlagen dazu werden im Fernstudium vermittelt, die tatsächliche Anwendung des Wissens muss im Alltag im Unternehmen erfolgen. Mit dem Studiengang BWL mit dem Schwerpunkt Logistik bzw. Supply-Chain-Management an der Hochschule sind die wichtigsten Grundlagen dafür gelegt.

Wer bereits im Logistikbereich tätig ist, kommt um eine Fortbildung im Supply-Chain-Management nicht mehr herum, denn seine Bedeutung wächst mehr und mehr. (Foto-Shutterstock: Robert Kneschke_)

Wer bereits im Logistikbereich tätig ist, kommt um eine Fortbildung im Supply-Chain-Management nicht mehr herum, denn seine Bedeutung wächst mehr und mehr. (Foto-Shutterstock: Robert Kneschke_)

Schwerpunkt Lieferkettenmanagement: Logistik 4.0 als Drahtzieher

Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass ein Fernstudium an der Hochschule aus diesen Gründen für jeden, der im Bereich Supply Chain Management tätig sein möchte, ideal ist:

  • Vermittlung der wichtigsten Grundlagen rund um die Logistik
  • Fernstudium neben dem Job möglich
  • Nutzung jeglicher Warte- und Freizeit zum Studieren
  • auch in Zeiten zwischen zwei Jobs studieren möglich
  • kostengünstige und steuerlich absetzbare Möglichkeit der Weiterbildung

Der Ruf nach Digitalisierung und der Wunsch, die Logistik 4.0 in allen Unternehmen umzusetzen, erfordert gut ausgebildete Fachkräfte, die der Markt in Deutschland bisher nicht hergibt. Durch das Studieren an der Hochschule können Unternehmen folgende Kenntnisse und Fähigkeiten von ihren Angestellten erwarten:

  • Einbeziehen neuer Herausforderungen durch die Digitalisierung möglich
  • Einbeziehen des Umweltschutzgedankens
  • Kontrolle und Optimierung der Lieferketten weltweit
  • Ermöglichung der Koordination der unternehmenseigenen Lieferkette
  • Umsetzung neuer Geschäftsmodelle
  • Integration und Synchronisierung aller Aktivitäten der an der Lieferkette beteiligten Firmen
Infografik: Entwicklung der Umsätze im Bereich Supply Chain Management

Infografik: Entwicklung der Umsätze im Bereich Supply Chain Management

Digitalisierung der Wertschöpfungskette

Derzeit wird davon ausgegangen, dass etwas mehr als 80 Prozent der Unternehmen damit begonnen haben, ihre Wertschöpfungskette zu digitalisieren. Viele davon planen umfassende Investitionen in die nötigen Technologien, wobei Deutschland an dieser Stelle bereits Spitzenreiter ist. Dadurch sollen wirtschaftliche Vorteile gesichert werden, es geht um die Steigerung von Effizienz und um die Umsatzsteigerung.

Die Digitalisierung ist für Unternehmen nicht abwendbar und wird deren Existenz in der Zukunft sichern. Aus all diesen Punkten erklärt sich, warum ein Fernstudium des Supply-Chain-Managements wichtig und vor allem zukunftsträchtig ist.

Durch dieses Studium können Unternehmen erwarten, dass sie durch den entsprechend ausgebildeten Mitarbeiter die nötige Unterstützung und Begleitung auf dem Weg zum Erfolg bekommen. Auch wenn manche Unternehmen in Bezug auf die Digitalisierung noch zögerlich reagieren, ist es doch klar, dass es keinen Weg zurück gibt.

Die Herausforderungen Digitalisierung – Supply Chain Management – Logistik sind heute schon erkennbar und müssen angenommen werden. Dabei ist eine Verzahnung der Logistik mit anderen Bereichen des Unternehmens wichtig, was umso deutlicher macht, dass es mit dem Unternehmen vertraute Fachkräfte (mit dem Abschluss Bachelor oder Master für BWL, Wirtschaftswissenschaften o. ä. und dem Schwerpunkt Logistik) für den Erfolg braucht.

About Author

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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