Sommerreifen: In der heißen Jahreszeit ein Muss

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Was können Sommerreifen, was Winterreifen nicht können? Ganz einfach, sie sind perfekt auf die Jahreszeit abgestimmt und bieten damit ein Höchstmaß an Sicherheit durch kurze Bremswege.

Sommerreifen: Mit Tuning sicher unterwegs

Der Sommer ist schön und das Autofahren macht Spaß! Doch auch hier kommt es auf die passende Bereifung an. Sommerreifen sind für jedes Fahrzeug die beste Wahl und bieten die größtmögliche Sicherheit. Was viele nicht wissen: Mit einem Tuning lässt sich das Auto nicht nur optisch aufwerten, sondern auch in puncto Sicherheit um einiges verbessern.

Sommerreifen: Tuning liefert auch mehr Sicherheit auf die Straße

Wer sein Auto tunt, möchte sich von der breiten Masse abheben und ein besonderes Fahrzeug fahren. Er oder sie will in der Regel sportlicher unterwegs sein und möchte eine bessere Straßenlage erreichen. Das ist in erster Linie mit Breitreifen möglich, die eine bessere Auflage auf der Straße haben.

Das individualisierte Fahrzeug wird damit nicht nur sportlicher, sondern bietet zudem deutlich mehr Sicherheit, wie Experten wissen. Wird die Auflagefläche auf der Straße größer, ist die Bodenhaftung besser.

Gerade im Sommer ist die Straße meist trocken, dann wird mit Breitreifen der Bremsweg verkürzt. Zum Punkt Sicherheit durch breite Sommerreifen bleibt aber auch zu sagen, dass die Kurvenstabilität des Autos deutlich zunimmt und dass sich die Traktionseigenschaften verbessern.

Werden die Reifen ummontiert müssen sie fachgerecht gelagert werden ( Lizenzdoku: Adobe Stock- industrieblick )

Werden die Reifen ummontiert müssen sie fachgerecht gelagert werden ( Lizenzdoku: Adobe Stock- industrieblick )

Sommerreifen vor Ganzjahresreifen?

Nur wenige Autofahrer kommen auf die Idee, dass es überhaupt eine Option sein könnte, mit Winterreifen im Sommer unterwegs zu sein. Bekannt sind die Nachteile, die aus einer schlechteren Haftung auf der Straße und einem verstärkten Abrieb der deutlich weicheren Gummimischung resultieren. Doch die Frage, ob Sommer- oder Ganzjahresreifen ideal sind, wird nicht immer abschließend geklärt.

Teilweise sind sich auch Reifenexperten uneinig. Reifenhersteller jedoch wissen, dass nichts hochwertige Sommerreifen ersetzen kann. Sie sind perfekt auf die Hitze des Asphalts bei hohen Temperaturen, auf eventuell auftretende plötzliche Starkregenfälle bei einem Gewitterguss und auf starke Bremsmanöver in der Dämmerung, wenn das Wild mit seinem Nachwuchs über die Straße läuft, optimiert.

Sommerreifen sollten verwendet werden, sobald die Temperaturen draußen dauerhaft über 7 °C liegen. Die bekannte Regel dazu lautet: „Von O bis O“ (von Ostern bis Oktober), was bedeutet, dass der Reifenwechsel ungefähr um diese Jahreszeiten herum vorgenommen werden sollte.

Doch diese Regel ist nicht starr zu sehen, denn nicht immer sind die Temperaturen zu Ostern schon ausreichend für die sommerliche Bereifung. Teilweise liegt zu Ostern Schnee! Auch im Oktober ist es teilweise noch sehr warm, sodass frühestens gegen Ende des Monats darüber nachgedacht werden sollte, die Reifen zu wechseln.

Wichtig ist, dass der nicht benötigte Reifensatz richtig gelagert wird. Komplette Räder sollten immer übereinandergestapelt werden, einfache Reifen können auch stehen oder auf einem Felgenbaum gelagert werden. Sie sollten jedoch regelmäßig gewendet werden, damit es nicht zu Verformungen kommt.

Sommerreifen besitzen große Profilblöcke und nur wenige Lamellen, wodurch viel Gummit mit der Straße in Kontakt kommt.

Die Vorteile dadurch liegen auf der Hand:

  • höhere Stabilität des Fahrzeugs beim Bremsen
  • kürzerer Bremsweg
  • besseres Handling

Ein Ganzjahresreifen ist immer ein Kompromiss zwischen den Sommer- und den Winterreifen und kann daher nie alle Anforderungen gleichermaßen erfüllen. Das bedeutet, dass die Vorteile der Spezialbereifung stets ein wenig geschmälert werden. Wer sein Auto nur selten nutzt, kann damit sicherlich leben. Wer aber täglich auf das Fahrzeug angewiesen ist und auch längere Strecken damit fährt, sollte auf das maximal mögliche Maß an Sicherheit und damit auf getrennte Sommer- und Winterreifen setzen.

Sommerreifen sollten verwendet werden, sobald die Temperaturen draußen dauerhaft über 7 °C liegen. Die bekannte Regel dazu lautet: „Von O bis O“ (von Ostern bis Oktober), was bedeutet, dass der Reifenwechsel ungefähr um diese Jahreszeiten herum vorgenommen werden sollte.  ( Lizenzdoku: Adobe Stock-  Ivan Kurmyshov )

Sommerreifen sollten verwendet werden, sobald die Temperaturen draußen dauerhaft über 7 °C liegen. Die bekannte Regel dazu lautet: „Von O bis O“ (von Ostern bis Oktober), was bedeutet, dass der Reifenwechsel ungefähr um diese Jahreszeiten herum vorgenommen werden sollte. ( Lizenzdoku: Adobe Stock- Ivan Kurmyshov )

Vorteile von Sommerreifen auf einen Blick

Einige Vorteile von Sommerreifen wurden bereits genannt. Es gibt aber noch mehr Punkte, die dabei relevant sind. Einer davon bezieht sich auf das Profil bzw. auf die Profiltiefe. Diese ist bei der Bereifung für den Sommer deutlich weniger tief als im Winter. Dies erklärt sich schon allein dadurch, dass im Sommer kein Schnee liegt und folglich die Reifen keinen solchen Grip benötigen wie im Winter.

Zudem erhalten Sommerreifen stärker ihre Form und können damit auch mit höheren Geschwindigkeiten gefahren werden. Diese Vorteile kommen zu dem verbesserten Handling bei Nässe, das zuvor geschrieben wurde, hinzu. Letzteres erhöht übrigens auch die Sicherheit gegenüber Aquaplaning, denn der Grip in Längs- und Querrichtung verhindert, dass sich die Rillen des Profils mit Wasser füllen.

Tuning nicht nur mit Sommerreifen

Die Freunde gepflegter Sportwagen sind längst nicht mehr nur unter den Männern zu finden. Frauen sind vielerorts damit beschäftigt, hier etwas an der Leistung zu verbessern, dort die Optik des Fahrzeugs zu verändern und vielleicht neue Reifen aufzuziehen.

Die „breiten Latschen“, wie sie im Volksmund gern heißen, sind dabei nicht nur im Sommer beliebt, sondern beweisen auch im Winter ihre zahlreichen Vorteile. Wie große der Anteil der autobegeisterten Frauen inzwischen ist, war auf der Essen Motor Show in 2021 zu sehen. Leider musste die Veranstaltung unter 3G-Regeln stattfinden, ansonsten wäre die Anzahl der Besucher und Besucherinnen wohl noch viel größer gewesen.

Die „breiten Latschen“, wie sie im Volksmund gern heißen, sind dabei nicht nur im Sommer beliebt, sondern beweisen auch im Winter ihre zahlreichen Vorteile.  ( Lizenzdoku: Adobe Stock-evannovostro )

Die „breiten Latschen“, wie sie im Volksmund gern heißen, sind dabei nicht nur im Sommer beliebt, sondern beweisen auch im Winter ihre zahlreichen Vorteile. ( Lizenzdoku: Adobe Stock-evannovostro )

Die schönsten Autos sind getunt

Bei einem Auto, was auf der Essen Motor Show vorgestellt wurde, passt einfach alles – natürlich auch die Bereifung. Die Rede ist hier vom angeblich schönsten Classic Car der Welt. Es handelt sich um den Bizzarrini GT 5300 Strada, der einen Wert von rund 1,5 Millionen Euro hat. Das Fahrzeug stammt aus dem Jahr 1967 und wurde immer wieder verbessert, aufgebaut und verändert.

Es konnte die Jury auf der Messe ohne Probleme überzeugen und ist ein Symbol dafür, dass Autos eben nicht nur Fortbewegungsmittel sind. Sie sollen ihrem Besitzer auch Spaß machen, ähnlich drückte sich der Geschäftsführer der Messe aus. Wer von A nach B kommen möchte, kann auch auf ein einfaches Auto ohne Tuning setzen.

Wer dabei aber Spaß haben möchte und die Optik seines eigenen Autos genießen will, kommt um das Tuning nicht herum. Das ist auch gut so, denn die zahlreichen getunten Fahrzeuge machen das Bild auf den Straßen deutlich abwechslungsreicher und bunter.

Interessant ist, dass die Tuningbranche kaum Zuwächse erhält. Die Umsätze bleiben annähernd gleich, was schon ein Trend der vergangenen Jahre ist. Mittlerweile überwiegt das Interesse der ausländischen Fahrzeugfans, zumindest nehmen die Anbieter der Tuningausrüstung dies entsprechend wahr.

Dennoch gibt es auch hierzulande Tuningfahrzeuge, die einfach jeden interessieren und bei denen es durchaus schade ist, dass sie nicht auf den Straßen zu sehen sein werden. Ein Beispiel dafür ist der Porsche 911 (922) Targa, der als Porsche Techart getunt wurde. Die Aktion fand im Rahmen der Ausstellung zur Tune it Safe-Kampagne statt. Diese wiederum wird schon seit 2005 regelmäßig ausgerichtet und ist eine Kampagne unter anderem des Bundesverkehrsministeriums und des Verbandes der Automobiltuner.

Zusammen mit einigen anderen Partnern werden jeweils Fahrzeuge vorgestellt, die zwar getunt sind, die aber dennoch den Anforderungen der StVO entsprechen. In diesem Jahr wurde der Porsche zum Einsatzfahrzeug der Polizei, er wird als solches aber nie auf den Straßen genutzt werden.

Die Highlights des Porsches als Showcar sind:

  • Bugschürze mit Airframes
  • fünfteiliger Spoiler mit Splitterelementen
  • Diffusoraufsatz von Aero Wings
  • Vielspeichenfelgen von Techart

Das Design wurde durch Foliatec umgesetzt, zum echten Polizeiwagen wurde der Porsche zudem durch die Signalanlage Raptor+ aus dem Hause Hella. Die Reifen von Hankook garantieren optimalen Grip. Insgesamt ist es bei diesem Fahrzeug sehr schade, dass es nie zur Verbrechensbekämpfung zum Einsatz kommen wird. Wobei es sicherlich angesichts der Optik des Autos zu der einen oder anderen Karambolage kommen könnte, welche doch aber vermieden werden soll. Insofern ist es sicherlich günstig, das Showcar als solches zu belassen.

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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