Logistik-Branche erneut unter enormem Druck: Wie der Einkauf von Personaldienstleistungen Entlastung bringen kann

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Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab, seit mehr als zwei Jahren ist die Logistik-Branche vor unüberwindbare Herausforderungen gestellt. Im normalen Alltag ist es für die wenigsten Menschen überhaupt einen Gedanken Wert, wie Lieferketten zustande kommen und wer für ihre Einhaltung verantwortlich ist. Doch aktuell treibt das Thema nicht nur Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer, sondern auch private Personen um. Der vermeintliche Standard, dass wir alles jederzeit bekommen können, gerät zunehmend in Gefahr.

Spritpreise, Quarantäne und Lieferengpässe – die großen Folgen für die Branche

Es ist nicht nur ein deutsches Problem, die Logistik-Branche ist global von den jüngsten Ereignissen getroffen und schon jetzt machen sich die Auswirkungen für den Verbraucher bemerkbar. Leere Supermarktregale, verlängerte Lieferzeiten bei Online-Bestellungen, mangelnde Verfügbarkeit.

Diese Verunsicherung zeigt sich auch in der Logistikbranche selbst, denn Lieferketten können aus verschiedenen Gründen nicht mehr pünktlich eingehalten werden:

  • Fehlendes Personal durch Quarantäne und Ausfälle
  • Mangelnde Spritverfügbarkeit aufgrund hoher Preise
  • Warenmangel aufgrund von Knappheit

Erwartete Erholung 2022 fällt durch neue Veränderungen aus

Experten gingen davon aus, dass sich die Lieferketten im Laufe des Jahres 2022 normalisieren könnten, doch das Gegenteil ist der Fall. Hinzu kommt, dass selbst bei Warenverfügbarkeit oft das Personal fehlt, um die Frachten sicher von A nach B zu transportieren. Ein hoher Wert für betroffene Unternehmen liegt im professionellen Einkauf von Personaldienstleistungen. Auch wenn nicht absehbar ist, ob es 2022 überhaupt eine Erleichterung geben wird, kann durch den gezielten Einsatz von Zeitarbeitnehmern ein Puffer geschaffen werden. So können die logistischen Leistungen besser koordiniert werden.

In den letzten Jahren zeigte sich der erhöhte Bedarf bereits in der Logistik per Binnenschifffahrt. Die Frachtraten sind um mehr als 287 % gestiegen, für zahlreiche Unternehmen und Produzenten ist dieser Mehraufwand logistisch kaum umsetzbar. Mittlerweile zeigen sich aber auch beim klassischen LKW-Transport auf der Straße logistische Probleme. Einerseits fehlt es an Vorleistungsgütern und Waren, andererseits erhöhen sich aber auch maßgeblich die Lieferzeiten aufgrund fehlender Fahrer. Die meisten Flotten sind komplett im Einsatz, Krankheitsausfälle erhöhen die Engpässe noch.

Eine Rekonstruktion der bisher eingespielten Wertschöpfungs- und Lieferketten scheint nicht möglich. Lagebedingt wird eine Umstrukturierung die effizientere Lösung sein. Multisourcing, der gezielte Einsatz von Zeitarbeitern in der eigenen Firma und eine Umstrukturierung der Produktionsstätten sind für die Industrie derzeit besonders interessant.

An vielen Häfen kommt es derzeit zu Staus und Logistikschwierigkeiten. ( Foto: Adobe Stock -  Travel mania )

An vielen Häfen kommt es derzeit zu Staus und Logistikschwierigkeiten. ( Foto: Adobe Stock – Travel mania )

Fachkräftemangel derzeit nicht mehr zu managen

In den meisten Firmen arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Hochdruck. Doch drei elementare Probleme machen der Logistikbranche zu schaffen:

  • Akuter Fachkräftemangel
  • Laderaumknappheit
  • Gestiegene Transportpreise

Auch wenn es stellenweise Ausfälle in der Produktion gibt, haben immer noch Tausende Unternehmen aus dem In- und Ausland Lieferaufträge in der Hinterhand, doch die Logistikbranche kommt dem nicht nach. Zum einen fehlt es an ausgebildeten Fachkräften in den Betrieben, zum anderen ist die Verfügbarkeit des Laderaums gesunken.

Eine Flotte ist nur dann etwas wert, wenn sie auch bedient werden kann. Fehlen die Mitarbeiter, kann die Flotte nicht vollständig zum Einsatz kommen. Im schlimmsten Fall droht ein Versorgungskollaps, der auch bei Verbrauchern ankommt.

Schon 2017 veröffentlichte die Zeitung Welt einen Beitrag und wies darauf hin, wie wenig Kapazitäten auf dem Arbeitsmarkt derzeit für die LKW-Branche zur Verfügung stehen. Festangestellte Mitarbeiter finden und die Flotte erweitern? Das erscheint derzeit wie ein unerfüllbarer Traum für die Logistikbranche.

Ohne die passenden Kollegen müssen die LKWs stehen bleiben und liefern nicht aus. ( Foto: Adobe Stock - kamonrat_ )

Ohne die passenden Kollegen müssen die LKWs stehen bleiben und liefern nicht aus. ( Foto: Adobe Stock – kamonrat_ )

Schwierige Arbeitsbedingungen in der Logistikbranche durch Personalmangel

Nicht nur die Altersstrukturen spielen eine erhebliche Rolle dafür, dass nicht genug Personal nachkommt und die Branche unter Druck gerät. Es ist auch der Arbeitsdruck selbst, der für Ausfälle und mangelnde Bereitschaft zur Arbeit in der Logistik führt.

Kein Unternehmen hat Geld zu verschenken. Doch die Strapazen von Drucksituationen auf dem Rücken der wenigen Mitarbeiter auszuleben, führt langfristig in die Katastrophe. Die Einhaltung der Lenkzeiten ist ebenso wichtig wie die monetäre Entlohnungg und die Sicherheit am Arbeitsplatz.

Wirtschaft befürchtet erhebliche Ausfälle

Schon im Jahr 2020 zeigten sich erhebliche Ängste im Bereich der Wirtschaft, denn der Wegfall von Mitarbeitern führte zur logistischen Herausforderung. Es steht im zentralen Fokus, die Lieferketten weiter betreiben zu können und auch grenzüberschreitenden Verkehr möglich zu machen. Nicht nur, dass durch zusätzliche bürokratische Aufwände Probleme an den Grenzen zu verzeichnen waren, auch Quarantäne-Regelungen brachen den Logistikern buchstäblich das Genick.

Hinzu kommt die geringe Wertschätzung für Mitarbeitende in der Logistikbranche. Kein Zugang zu Toiletten und Raststätten, Unzufriedenheit von Endverbrauchern und kein existierendes Kollegium zum Austausch erleichtern die Situation nicht.

Abhilfe durch gezielt eingesetztes Personal schaffen

Klagen nutzt den Unternehmen, die besonders von den äußeren Umständen betroffen sind, nichts. Entscheidend ist, dass es weitergeht und dass logistische Lösungen für die Aufrechterhaltung des Betriebs genutzt werden können.

Einer der wichtigsten Lösungsansätze scheint zu sein, die Personalkapazitäten kurzfristig aufzustocken. Zwar finden sich nur selten Vollzeitmitarbeiter und das Risiko einer Festanstellung ist in solch wankenden Situationen hoch, doch durch den gezielten Einsatz von Zeitarbeiterinnen und Zeitarbeitern können Puffer geschaffen werden, um eine Situation wie diese abzufedern.

Für die meisten Unternehmen wird es immer schwieriger, offene Stellen mit den passenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu besetzen. Trotz Stellenausschreibungen melden sich unpassende Personen oder es gibt gar keine Bewerbungen.

Durch die Nutzung eines effizient arbeitenden Personaldienstleisters können solche Probleme in vielen Fällen umgangen und beseitigt werden. Die Rekrutierung neuen Personals ist keine Frage des Geldes, sondern eine Frage der Ansprache.

Fachkräftemangel ist auch in der Logistik ein großes Thema ( Foto: Adobe Stock -   reewungjunerr )

Fachkräftemangel ist auch in der Logistik ein großes Thema ( Foto: Adobe Stock – reewungjunerr )

Offene Stellen schnell und effizient besetzen

Ob Zeitarbeit oder langfristige Mitarbeit – offene Stellen in schwierigen Situationen zu besetzen scheint geradezu unmöglich. Die Konkurrenz hat bereits die Fühler ausgestreckt und der Arbeitsmarkt erinnert an eine leer gefegte Straße. Gutes Personal zu finden ist in normalen Zeiten schon schwierig, in Krisensituationen für Laien kaum mehr umsetzbar.

Ein Problem, dass auch die Personaldienstleisterinnen und Personaldienstleister erkannt haben. Daher ist ihr Angebot während solch schwieriger Situationen für viele Unternehmen der Rettungsanker in der Not. Stellenausschreibungen auf dem LKW, Annoncen in der Zeitung, die Beauftragung einer Personalvermittlungsagentur, die Nutzung von Kleinanzeigenportalen – viele Unternehmer versuchen alles, um ihr Personal aufzustocken, erfolglos. Personaldienstleistungsunternehmen haben erhebliche Vorteile, denn sie können nicht nur auf einen umfangreichen internen Kandidatenpool zugreifen, sondern haben auch das nötige Know-how, um Personen zu rekrutieren, die gerade nicht aktiv nach einem neuen Job suchen.

Zielsichere Personalsuche kann die Krisensituation abfangen

In Krisenzeiten ist die Verunsicherung groß, die Hürden in der Logistik nicht mehr bewältigen zu können. Selbst wenn das Unternehmen noch auf Anschlag läuft, kann ein weiterer Ausfall die gesamte Arbeitskette zum Einsturz bringen. Die eigene Suche nach geeignetem Personal wird zur enormen Herausforderung, denn nach jedem geplatzten Vorstellungsgespräch wird die Hoffnung geringer, dass kompetente Mitarbeitende verfügbar sind und auf ihren Einsatz warten.

Es folgt: In einigen Fällen die Schließung des Betriebs.

Schon der vorübergehende Einsatz von Zeitarbeitnehmern hätte diese Engpässe verringern und ein Schließungsrisiko vermindern können. In den meisten Fällen gelingt es professionellen Personaldienstleistern, vakante Stellen auftragsgetreu abzudecken. Grund sind die weitreichende Erfahrung in der Branche und das Auge für jene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die für ein Unternehmen einen echten Mehrwert bieten.

Durch die schnelle Abfederung von Personalmangel kann es gelingen, die extremen Herausforderungen in der Logistik zu deckeln und auch ausfallendes Personal zu kompensieren. Für kurzfristige Engpässe ist die Arbeitnehmerüberlassung ein wertvolles und immer häufiger genutztes Mittel, denn sie füllt Lücken, die zeitlich begrenzt sind.

Fazit: So schwierig die Voraussetzungen derzeit sind, so gut sind die Möglichkeiten, dank professioneller Rekrutierung Lücken zu schließen und die eigenen Kapazitäten dem Marktbedürfnis anzupassen.

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