Symposium TCL 2018: Transport von Waren mit kontrollierter Temperatur

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Verschiedene Vertreter der Konferenzbranche waren auf dem Symposium TCL 2018 in London vertreten und bekamen hier einen umfassenden Einblick in die globale Pharmawirtschaft und –logistik.

Symposium für die pharmazeutische Industrie

Seit den letzten 16 Jahren fand jedes Jahr im Januar das TCL Symposium in London statt, was inzwischen zur zweiten Heimat für alle, die mit der Logistik für Pharmaunternehmen zu tun haben, geworden ist. Alteingesessene Logistiker kommen ebenso hierher wie Geschäftstreibende und Experten aus dem Qualitätswesen. Der Transport von Waren mit regulierter Temperatur steht Jahr für Jahr auf der Tagesordnung und so ist das Symposium inzwischen zur wichtigsten Konferenz in Europa geworden.

In 2018 standen folgende Fragen auf der Agenda:

  • Wie lässt sich die Lieferkette transparenter gestalten?
  • Wie kann die Temperatur beim Transport überwacht werden?
  • Wie lassen sich Kontingente am besten planen?
  • Welche neuen Technologien können zum Einsatz kommen?
  • Wie lassen sich die Kosten beim Transport von Waren mit regulierter Temperatur senken?

Über 60 Sprecher wurden erwartet, die in den mehr als 40 Sitzungen Vorträge zu den genannten und weiteren Themen halten sollten. Ingesamt sollte das Symposium TCL über 72 Stunden gehen – genug Zeit für die Teilnehmer und Besucher also, um das eigene Netzwerk zu pflegen und Kontakte weiter auszubauen.

Dabei war das TCL Symposium in drei Hauptrichtungen geteilt, die sich in Transport, Planung und Zulieferung unterteilten. „Last mile distribution“ ist inzwischen zum Schlagwort geworden, die Zustellung zum Hauptkunden nimmt planungstechnisch eine immer größere Rolle ein. Das Symposium lebt von den Beispielen aus der Praxis, die als Problem und Lösung dargestellt werden, von den miteinander kommunizierenden Gruppen und von den Expertendiskussionen, in denen der Wissens- und Erfahrungsaustausch im Fokus steht.

Neue Herausforderungen für die integrierte Logistik

Die integrierte Logistik steht vor neuen Herausforderungen, die sich auch in der vermehrten Nachfrage nach Warenlieferungen mit gekühlter Temperatur darstellen. Dabei soll der Wert des integrierten Logistikmarktes in den kommenden acht Jahren um fast 45 Mrd. US-Dollar steigen (von heute 10,21 auf dann 55,17 Mrd. US-Dollar). Gerade für die Hersteller von Arzneimitteln oder Pharmazeutika ist dieser Bereich von immenser Bedeutung, denn die integrierte Logistik betrachtet auch Straßen- und Witterungsbedingungen, die einen Einfluss auf die Qualität der transportierten Produkte haben können. Zum TCL Symposium in London kamen somit Entscheider und Verantwortliche aus ganz die mit dem Pharma- und Transportwesen zu tun haben und sich über Neuheiten und Trends informieren wollten.

DasEuropa, Symposium trug den Namen „Temperature Controlled Logistics 2018“ und fand vom 29. Januar bis zum 1. Februar in London statt. Die Veranstaltung stellt eine wichtige Plattform für alle dar, die den fachlichen Austausch sowie das Sprechen über neue Erfahrungen in der Logistikbranche wünschen und sich daran orientieren wollen, wie die Weltmarktführer an diesen Punkt herangehen. Wie handhaben MSD, Baxter, Novartis oder Pfizer ihre Transporte? Von diesen und zahlreichen weiteren großen Unternehmen kamen diverse Redner nach London, die über den aktuellen Stand der Technik, über neuen Technologien und interessante Entwicklungen referierten.

Leistungsumfang wächst

Interessant ist, dass die Logistikdienstleister mehr und mehr zum Allrounder werden sollen. Das heißt, sie werden in Zukunft nicht mehr nur den reinen Transport der Waren und Güter übernehmen, sondern sollen Ladungen auch einlagern können, sollen diese sichern und mithilfe von Lösungen aus der IT-Technik und durch industrielle Aufzeichnungsgeräte unterstützt längere Zeit lagern können.
Der Anspruch der pharmazeutischen Unternehmen wächst rapide und die zukünftigen Investitionen gehen verstärkt in Richtung einer umfassenderen technologischen Entwicklung.

Möglich wird das aber erst durch zuverlässige Geschäftspartner, sodass das TCL Symposium in 2018 wieder einmal zur Informations- und Kommunikationsstätte zugleich wurde. Die Besucher nutzen diese Plattform, um potenzielle Geschäftspartner zu finden und sich mit den einzelnen Phasen des Transports vertraut zu machen. Berücksichtigt werden dabei immer IT-Lösungen, die schon bald als standardisierte Variante Anwendung finden sollen. Die umfassende Überwachung der Temperatur bei Lieferungen und Zustellungen muss auch durch die Post-Zusteller gewährleistet werden, was ebenfalls Thema des Symposiums war.

Erfolgreiches Symposium für alle Beteiligten

Für die Teilnehmer war das Symposium sehr erfolgreich, denn diese Veranstaltung gilt als eine der wichtigsten Wissensquellen für die Fachwelt. Die Übungsgruppen waren interaktiv gestaltet, sie wurden von Experten begleitet, die Rede und Antwort standen. Für den Transport von Gütern, die mit einer regulierten Temperatur zu befördern sind, entstanden zahlreiche neue Lösungen, wurden effektive Lösungsansätze verglichen und verbreitet. Egal, in welcher Phase der pharmazeutischen Lieferkette eine Frage auftritt – auf dem TCL Symposium in 2018 konnten alle Fragen beantwortet werden.

Gleichzeitig entstanden jede Menge neuer Geschäftskontakte, sodass die Veranstaltung auch für diejenigen erfolgreich war, die nicht direkt etwas mit dem Transport zu tun haben, sondern die vielleicht nur Randservices bieten oder erst mit dem Gedanken spielen, das eigene Geschäftsfeld auszuweiten. Neue Gesichter braucht die Logistikwelt vor allem im Bereich der gekühlten Transporte immer wieder, daher eignet sich das Symposium wunderbar zur Sondierung und Beobachtung des aktuellen Marktes.


Bildnachweis:©Titelbild: Pressebox AsstrA TCL

About Author

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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