Imperial Logistics: Transportmanagement für Afrika und Europa

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Die Imperial Holding kümmert sich um das Transportmanagement außerhalb Afrikas im Auftrag des Mutterkonzerns Imperial Holdings Limited. Nun gibt es ein standardisiertes Transportmanagementsystem.

Transporte müssen standardisiert werden

Standardisierte Abläufe sorgen in Unternehmen dafür, dass Vorgänge und Ressourcen planbar sind, Kosten vermieden werden und effizient gearbeitet werden kann. Dies ist im Transportwesen nicht anders und so profitiert die komplette Supply Chain von einem einheitlichen Transportmanagement. Ein derartiges System (TMS) hat die Imperial Logistics nun eingeführt, die eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Imperial Holdings Limited aus Südafrika ist und sich um die Transporte außerhalb von Afrika kümmert. In Zukunft wird dank der Bemühungen der Imperial Holding ein standardisiertes Managementsystem für alle Transporte in Europa und Afrika eingesetzt.

Für die Kunden des Unternehmens ist das gleich in mehreren Punkten von Vorteil:

  • Die Effizienz innerhalb der Kontraktlogistik ist deutlich größer.
  • Kosten können besser kontrolliert werden.
  • Vorgänge und Abläufe werden transparenter.

Das IT-Unternehmen Soloplan legte dafür „CarLo“ vor, ein Transportmanagementsystem, das Imperial Logistics zu überzeugen wusste. Die Umstellung auf das System ist in Stellenbosch, Johannesburg, Durban und Kapstadt sogar schon abgeschlossen, wobei sich diese Veränderung aber nur auf einzelne Geschäftsbereiche bezieht. Die ersten Standorte in Deutschland und Polen werden im ersten Halbjahr 2018 von der Umstellung betroffen sein, wobei sich diese auf die Bereiche Liquid und General Cargo beschränkt.

Neue Software für Imperial Logistics

Die Software ist ausgereift und lässt sich für alle Verkehrsträger anwenden, die in den Bereichen Controlling und Finanzbuchhaltung, Transportplanung, Auftragsmanagement, Abrechnung, Transportdurchführung, Telematik und Fakturierung behandelt werden. Die Kunden bekommen zur Nutzung ein eigenes Portal zur Verfügung gestellt, das wiederum über Echtzeit-Tracking jederzeit die wichtigsten Informationen bereitstellt bzw. leicht zugänglich werden lässt. Dazu kommen verschiedene Zusatzfunktionen der Software wie Reporting und Analysen, sodass Bestellungen und Lieferungen, Fahrzeuge und Kundenservice ständig ausgewertet und verbessert werden können.

Durch den Einsatz der neuen Software soll die gesamte manuelle Arbeit der Imperial Logistics deutlich vereinfacht bzw. reduziert werden, außerdem fügen sich die Vorgänge besser in die Unternehmen und Abläufe der Kunden ein. Für den Logistiker steigt die Wettbewerbsfähigkeit, wenn er die Belange der Kunden gleich mit berücksichtigt. Außerdem lassen sich Transaktionen von Beginn bis Ende überprüfen, sodass sich die Auswertung von Umsatz, Gewinn und Verlust leichter vornehmen lässt.

Durch „CarLo“ können auch große Datenmengen ausgewertet werden, was angesichts der letzten Anteilsübernahmen durch Imperial Logistics und dem ständigen Bestreben nach Erweiterung des Unternehmens nur von Vorteil sein kann. Die Zeitfenster für die Kunden des Unternehmens sind eng, es kommt auf eine lückenlose und sichere Supply Chain an, die aufgrund ihrer leistungsfähigen Software jederzeit zuverlässig arbeitet und so von Vorteil für die Kunden ist.

Fortschritte sind erkennbar

Der Einsatz einer neuen Software ist immer mit dem Risiko verbunden, dass Geschäftsabläufe gestört werden oder bestimmte Veränderungen nur in der Theorie sinnvoll erscheinen, in der Praxis jedoch nicht umsetzbar sind. Anders bei „CarLo“, bei dem der Vorstand der Imperial Logistics bereits nach einigen Wochen feststellen konnte, dass sich die Produktivität des Unternehmens nach oben entwickelte.

Subunternehmer konnten ohne Probleme angebunden werden, außerdem sind die bereits existenten Schnittstellen zu anderen Managementsystemen in der Logistik einfach zu nutzen. Die Fahrer von Imperial Logistics nutzen unterwegs einfach eine App und können sich jederzeit in das Telematiksystem „inTouch“ einbinden lassen. Hier erhalten sie aktuelle Statusmeldungen und sind untereinander vernetzt – geplant ist, dass alle 900 Fahrer an das System angebunden werden.

Des Weiteren steht eine Kommunikationsplattform zur Verfügung, über die Daten in Echtzeit ausgetauscht und synchronisiert werden können. Die Kosten innerhalb der Kontraktlogistik sinken damit deutlich, außerdem reduzieren sich Fehler in der Übertragung auf ein Minimum.

Die Einführung des neuen Systems ist noch bis zum Jahr 2019 geplant, bis dahin sollen alle Veränderungen abgeschlossen sein. Der Plan sieht vor, dass das neue Transportmanagementsystem dann an allen Standorten der Imperial Logistics genutzt wird, rund 2000 Anwender sind derzeit geplant.

Hintergrund zu den Veränderungen

Auch bisher wurden bei der Imperial Logistics verschiedene Systeme zum Transportmanagement eingesetzt. Allerdings unterschieden sich diese teils deutlich voneinander, von einer Einheitlichkeit konnte nie die Rede sein. Damit lassen sich aber verschiedene Prozesse wie Planung, Überwachung und Dokumentation kaum automatisieren und vergleichen. Es galt daher, ein einheitliches System zu finden und einzuführen, welches all diese Prozesse nach neuesten Anforderungen und hoch leistungsfähig meistern kann.

Das nächste Problem vor der Einführung von „CarLo“ stellte sich darin, dass Subunternehmer bislang nur schwer einzubinden waren. Sie sollen nun ein Portal zur Verfügung gestellt bekommen, über das der Austausch von Informationen sowie Diskussionen möglich sind. Zusätzlich arbeitet das Unternehmen an der App-Lösung, die vor allem für die Fahrer unterwegs von Bedeutung sein dürfte.

Das neue System soll die verschiedenen Schnittstellen anderer Managementsysteme nutzen, was bisher ausgezeichnet funktioniert. Damit werden ERP, Telematik und DMS ergänzt und erweitert. Die Einarbeitung von Personaleinsatzplänen und Leistungskennzahlen ist ein weiteres Kennzeichen für die gelungene Einführung des neuen Transportsystems.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: lcswart

About Author

Jürgen G. Mehren, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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