Rheinmetalls Drone Defence Toolbox vereint eine Vielzahl modularer Komponenten für die Luftverteidigung gegen unbemannte Systeme. Sie umfasst hochauflösende 3D-Radare, akustische Sensoren, passive Funkortung und elektro-optische Systeme zur präzisen Drohnendetektion. KI-gestützte Algorithmen analysieren Echtzeitdaten, erstellen belastbare Lagebilder und minimieren Fehlalarme. Soft-Kill-Jammer unterbinden feindliche Funk- und GPS-Signale, während Hard-Kill-Optionen wie Rammdrohnen und programmierbare Munition feindliche Drohnen wirkungsvoll neutralisieren. Die enge Zusammenarbeit mit der Telekom gewährleistet flächendeckende Funkpeilung bis in entlegene Gebiete.
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Einzelne Sperrringe stoppen nicht effektiv gleichzeitige Drohnen- und Flugzeugangriffe
Die komplexe, hybride Bedrohungslage erfordert eine nahtlose Integration verschiedener Erkennungstechnologien zu einem einheitlichen Luftraumüberwachungssystem. Einzelne, isolierte Sperrringe sind angesichts simultaner Angriffe durch bemannte Flugzeuge, unbemannte Luftfahrzeuge und elektronische Störmaßnahmen nicht ausreichend. Rheinmetall setzt auf eine symbiotische Verbindung von Radar, Funkortung und optischen Systemen. Durch eine mehrstufige Sensorfusion gelingt frühzeitige Erfassung und Klassifikation. Das System passt sich modular unterschiedlichen Szenarien an und gewährleistet kontinuierlichen Schutz kritischer Infrastrukturen sowie Tag- und Nachteinsätzen.
Passive Detektoren erfassen Personen, Fahrzeuge und Drohnen ohne Sichtverbindung
Mit einem modularen Baukasten an Sensoren lässt sich 3D-Radar-Technologie mit Funkortungsgeräten sowie akustischen und anpassbaren Detektionssystemen passgenau auf jede Missionsanforderung abstimmen. Die passiv Arbeitern Sensoren benötigen keine direkte Sichtlinie und erfassen zuverlässig Personen, Fahrzeuge sowie unbemannte Systeme. KI-gestützte Analyseverfahren extrahieren automatisch relevante Ereignisse aus großen Datenmengen und liefern binnen kürzester Zeit ein fundiertes, nahezu in Echtzeit verfügbares Lagebild als Entscheidungsgrundlage für Einsatzkräfte. So erhalten Verantwortliche jederzeit verlässliche und schnelle Situationsübersichten.
Nahtlose Drohnenüberwachung an Flughäfen durch elektro-optisches Skyspotter-System mit KI-Bildverarbeitung
Das elektrooptische System Skyspotter nutzt hochauflösende Wärmebild- und Tageslichtkameras kombiniert mit KI-gesteuerter Analyse zur Detektion und Verfolgung unbemannter Flugobjekte. Auch kleine, niedrig fliegende oder elektromagnetisch stille Drohnen werden präzise erfasst und klassifiziert. Flughäfen profitieren von einer nahtlosen Überwachungslösung ohne Betriebsunterbrechungen. Die erzeugten Zielkoordinaten werden kontinuierlich überprüft und dienen Einsatzkräften als zuverlässige Grundlage für schnelle Abwehr- oder Eingreifmaßnahmen in Echtzeit bei kritischen Vorfällen. Zusätzlich lassen sich Benutzer individuell konfigurieren, Alarmstufen festlegen.
Modulare Führungssysteme liefern Einsatzleitungen präzises Lagebild gegen Drohnenbedrohung verzögerungsfrei
Mit dem Einsatz modularer Leitstellen werden Sensordaten aus Radar, Funkpeilung und optischer Detektion unmittelbar synchronisiert. Das System generiert kontinuierlich ein aktualisiertes Luftlagebild und zeigt Lagepunkte von Drohnen exakt auf. Leitstellenpersonal kann dadurch Gefahrenzonen präzise bestimmen und den Zeitpunkt für Entwarnung unmittelbar nachvollziehen. Das minimiert Zwischenfälle und Wartezeiten an zivilen Flughäfen und sorgt für einen reibungslosen Betriebsschutz sowie effiziente Nutzung vorhandener Abwehrressourcen und stärkt die Koordination zwischen zivilen und militärischen Kräften.
Flächendeckende Funkpeilung stoppt drohnenbedrohung beim Verlassen kontinuierlichen kontrollierter Lufträume
Rheinmetall setzt in Zusammenarbeit mit der Telekom auf ein dichtes Netz vordefinierter Mobilfunktürme zur lückenlosen Funkortung. Dieses System detektiert kontinuierlich alle RF-Drohnen, sobald sie die überwachten Kontrollbereiche verlassen. Durch die Einbindung von Peilstationen entlang der Küsten und wichtigen Infrastrukturachsen werden die Radardaten um ein ergänzendes Lagebild erweitert. Dadurch steigt die Frühwarnreichweite deutlich an, was Einsatzkräften eine schnellere Positionsbestimmung und gezielte Abwehrmaßnahmen ermöglicht und optimiert zugleich die Effizienz ziviler Flugverkehrskontrollen nahtlos.
Autonome Interceptor-Rammdrohnen fangen feindliche unbemannte Systeme im Flug ab
Elektronische Jammer im Soft-Kill-Modul blockieren selektiv die Funkkommunikation und GPS-Verbindungen feindlicher Drohnen, wodurch deren Steuerung unterbunden wird, ohne strukturelle Schäden zu verursachen. Ergänzend setzen Interceptor-Rammdrohnen autonom ein, indem sie verdächtige Flugkörper aufspüren, abfangen und mechanisch neutralisieren. Das modulare Skynex-System nutzt programmierbare Voraus-Schussmunition, um kritische Infrastrukturen in der Ukraine vor unkonventionellen Bedrohungen zu schützen und gleichzeitig hohe Einsatzflexibilität zu gewährleisten effizient.
Technische Integration von Skyranger ermöglicht erweiterte physische Abwehrschichten zivil
Primär für friedensbezogene Überwachungsoperationen entwickelt, lässt sich Skyspotter bei einer Verschärfung der Lage mit kinetischen Hard-Kill-Waffen erweitern. Eine direkte Anbindung an das mobile Luftabwehrsystem Skyranger ist technisch umsetzbar und ermöglicht eine zusätzliche Schutzschicht. Dadurch können Flughafenbetreiber in Bedarfsfällen physische Abwehrlinien aktivieren, um Flugbewegungen zu sichern und kritische Einrichtungen zu verteidigen. Die Lösung bleibt durch ihr modulares Konzept auch unter erhöhter Gefährdung einsatzbereit. Skalierbare Module ermöglichen schnellen Ausbau bei veränderter Bedrohungslage.
Gefahrenabwehr im Inland: Bundespolizei, Länder und Bundeswehr nutzen Toolbox
Innerhalb Deutschlands sind für die Gefahrenabwehr primär die Landesbehörden, Bundesämter und die Bundespolizei verantwortlich, während die Bundeswehr die hoheitliche Flugabwehr an den jeweiligen Einsatzorten übernimmt. Die Drone Defence Toolbox von Rheinmetall ist modular aufgebaut und lässt sich flexibel an die gesetzlichen Befugnisse anpassen, wobei sie sowohl unauffällige passive Detektionsverfahren als auch präzise Soft-Kill-Maßnahmen für zivile Stellen bis hin zu leistungsfähigen militärischen Abwehrlösungen bereitstellt. Das System ist flexibel skalierbar und ausbaufähig.
Die modulare Architektur von Rheinmetalls Drohnenabwehr verbindet hochpräzise Sensorik, Echtzeitdatenfusion und adaptive Gegenmaßnahmen. 3D-Radar, Funkpeilung und akustische Empfänger liefern kontinuierlich Positions- und Klassifizierungsdaten. KI-basierte Leitstände verarbeiten Informationen automatisiert und unterstützen Einsatzleitungen bei Entscheidungsprozessen. Soft-Kill-Jammer und autonome Interceptor-Drohnen gewährleisten stufenlose Eskalationsoptionen. Behörden und Militär erhalten eine skalierbare, rechtlich abgestimmte Schutzlösung, die rasche Reaktionszeiten ermöglicht und den sensiblen zivilen Luftraum während kritischer Vorfälle zuverlässig sichert. Kollaborative Vernetzung sorgt für lückenlose umfassende Abdeckung

