klimaschutz-portal.aero: Den Klimaschutz im Luftverkehr fördern

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Fliegen ist die sicherste Art des Reisens – nur nicht zwingend für die Umwelt. Doch das neue Portal www.klimaschutz-portal.aero zeigt Wege, wie der Klimaschutz im Luftverkehr möglich wird.

Das neue Portal zum Klimaschutz

Die Luftfahrtbranche muss sich ständig mit den Themen Treibhausgase, Energieverbrauch und Klimaschutz auseinandersetzen, trifft immer wieder auf harte Kritik. Zügig und sicher reisen ja, die Umwelt verschmutzen nein – wie das unter einen Hut gebracht werden kann, zeigt das Portal klimaschutz-portal.aero, das sich selbst als Wissensplattform und Möglichkeit zur Informationsbündelung sieht. Welche Strategien im Luftverkehr angewendet werden und wie sich Emissionen ganz konkret verringern lassen, will diese Seite ebenso darstellen, wie sie transparente Zusammenhänge und neueste Entwicklungen im Bereich der Klimaschutzmaßnahmen zeigt.

Das neue Portal zum Klimaschutz im Luftverkehr soll dazu beitragen, die zahlreichen Diskussionen rund um den Schutz des Klimas, um mögliche Veränderungen und Verbesserungen zusammenzuführen, Wissen zu bündeln und präsenter zu machen. Die Öffentlichkeit soll eine Chance haben, sich an Diskussionen zu beteiligen und zu sehen, welche Wege die Luftfahrtverbände und –gesellschaften beschreiten, um unser Klima zu schützen.

Verschiedene Themen zur Veranschaulichung und Diskussion

Fliegen ermöglicht uns, binnen kürzester Zeit in einem anderen Land zu sein, neue Märkte zu erschließen und fremde Kulturen kennenzulernen. Gleichzeitig steht das Fliegen im Mittelpunkt harscher Kritik, die sich mit dem Thema Klimaschutz befasst. Klar: Jedes Flugzeug sorgt für schädliche Emissionen, die die Umwelt schädigen, teilweise werden Flugzeuge sogar als Klimakiller erster Kategorie bezeichnet.

Der Anteil der CO2-Emissionen durch Flugzeuge beträgt aber nur 2,55 Prozent, außerdem gibt es kaum eine andere Branche, die derart engagiert nach Lösungen zum Klimaschutz sucht. Die Luftfahrtbranche ist hier leuchtendes Vorbild und steht doch immer wieder in der Kritik, zu wenig zu unternehmen. Auch zur Aufklärung über aktuelle Maßnahmen und Überlegungen sowie zur Information der Bürger zum Thema klimafreundliches Fliegen gibt es die oben genannte Seite, die die Themen anschaulich und leicht verständlich aufbereitet.

Wichtige Themen, die dabei Berücksichtigung finden, sind unter anderem:

  • Kann der Energieverbrauch im Luftverkehr gesenkt werden?
  • Wenn eine Reduzierung möglich ist: Wie umfassend ist diese?
  • Gibt es ein klimaneutrales Fliegen?
  • Welche Bedingungen müssten herrschen und welche Mittel könnten zum klimaneutralen Fliegen eingesetzt werden?
  • Welche Rolle spielen nicht-fossile Kraftstoffe im Luftverkehr?

Der Betreiber des Portals ist der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, kurz BDL, der seit 2010 existiert und als gemeinsame Interessenvertretung innerhalb der Luftverkehrswirtschaft in Deutschland gilt. Zu diesem Verband zählen Flughäfen und Fluggesellschaften sowie die Deutsche Flugsicherung. Dazu kommen verschiedene Dienstleister aus dem Bereich des deutschen Luftverkehrs. Der Bundesverband ist stark auf den Klimaschutz im Luftverkehr fokussiert und sorgt mit verschiedenen Maßnahmen und Informationsangeboten für die Aufklärung der interessierten Bürger.

Klimaschutz im Luftverkehr: Was ist bis heute erreicht worden?

In der Vergangenheit wurde stark daran gearbeitet, den Energiebedarf der Flugzeuge immer weiter zu senken. Der Verbrauch von Kraftstoff wurde reduziert, gleichzeitig nahmen die CO2-Emissionen enorm ab. Zahlreiche technische Innovationen führten dazu, dass Flugzeuge immer besser technologisiert wurden und dass die Hersteller von Flugzeugen und Triebwerken nötige Prozesse besser aufeinander abstimmen konnten. Besser abgestimmte Prozesse bedeuten einen geringeren Verbrauch und damit niedrigere Emissionen, wobei sich diese Prozesse nicht nur auf die Flugzeuge beziehen, die sich in der Luft befinden, sondern auch auf alle nötigen Arbeiten am Boden.

Das neue Ziel lautet nun, klimaneutral fliegen zu können. Das bedingt, dass alternative Kraftstoffe entwickelt werden müssen, außerdem müssen die Antriebe der Flugzeuge überarbeitet werden. Doch um langfristig derart agieren zu können, kommt es nicht nur auf technisches Know-how und Innovationen an, sondern auch auf die Unterstützung seitens der Politik. Die Anwendung neuer Technologien muss marktfähig gemacht werden, was bedeutet, dass Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft, Industrie und Politik miteinander verzahnt werden, gemeinsam agieren und die weitere Entwicklung vorantreiben müssen.

Luftverkehr wird weiter zunehmen

Die Forderung nach einem verbesserten Klimaschutz und nach Maßnahmen, mit denen sich Forderungen bündeln und umsetzen lassen, wird auch vor dem Hintergrund relevanter, dass der Luftverkehr weltweit um rund fünf Prozent wachsen wird. Dabei gehen Experten davon aus, dass diese Zunahme pro Jahr zu sehen ist – eine bloße Senkung des Verbrauchs an schädlichen Kraftstoffen ist daher nicht ausreichend, um wirklich eine Reduzierung der Emissionen zu erreichen.

Die Reduzierung bei jedem einzelnen Flugzeug würde durch den Mehrverbrauch aufgrund des gestiegenen Flugvolumens wieder kompensiert werden. Aus diesem Grund wurde COSIA beschlossen, ein internationales Offsetting-System, das die Luftfahrtorganisation ICAO auf UN-Ebene ins Leben gerufen hat. Damit soll es möglich sein, die CO2-Emissionen zu kompensieren, die aufgrund des wachsenden Flugverkehrs unumgänglich sind. Beginn der Maßnahme soll in 2020 sein.

Ab diesem Zeitpunkt sollen sich die Fluggesellschaften an Klimaschutzprojekten beteiligen, die sich um CO2-senkende Maßnahmen bemühen – wird hier eine entsprechende Größenordnung erreicht, sollen damit die Emissionen aus dem Luftverkehr kompensiert werden. Der Ausgleich der Emissionen erfolgt somit in anderen Sektoren, sodass am Ende die Gesamtbilanz gesenkt wird. Gleichzeitig müssen technische Innovationen vorangetrieben werden, um innerhalb der Branche eine Senkung zu erreichen.


Bildnachweis:©Titelbild: Suksin

About Author

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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