RFID Tags & Wearables: Mehr Speed im Wareneingang und Warenausgang

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Mit RFID Tags und Wearables erst wird die Digitalisierung der intralogistischen Prozesse ermöglicht und somit eine Beschleunigung der Abläufe im Bereich der Warenwirtschaft von Unternehmen erreicht.

RFID Tags und Wearables im Bereich der Fertigung und Logistik

Ziel der digitalen Transformation ist eine bereichsübergreifende Nutzung digitaler Informationen, um die Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens zu harmonisieren und zu beschleunigen. Dahinter steht der Gedanke, dass datenbasierte Entscheidungen besser sind, die Effizienz steigern und in Konsequenz dazu führen, dass eine Firma entscheidende Wettbewerbsvorteile im Vergleich zur Konkurrenz erreicht.

Wie sollen jedoch die digitalen Daten den Beteiligten zur Verfügung gestellt werden? Damit die Mitarbeiter die Datenbestände nutzen können, bedarf es einer möglichst einfach zu handhabenden Technik. Digitale Informationen müssen durch Systeme, die in den Arbeitsablauf integriert werden, für den Mitarbeiter nutzbar gemacht werden. RFID Tags und Wearables sind geeignete Technologien, mit denen manuelle Prozesse im Bereich der Logistik, vor allem im Wareneingang und Warenausgang, vereinfacht und demzufolge für die Mitarbeiter erleichtert werden. Die Technologien führen zu einer Optimierung von Abläufen und bieten neue Möglichkeiten, das Qualitätsmanagement zu verbessern.

Auswirkungen der RFID-Technologie auf intralogistische Prozessabläufe

Die Abkürzung RFID steht für Radio Frequency Identification. Diese Technologien erlaubt es, jedes mit einem Transponder ausgestattete Objekt kontaktlos und außerdem eindeutig zu identifizieren. Um das zu ermöglichen, wird eine Funkverbindung vom Objekt zu einer Basiseinheit über einen Chip hergestellt. Bereits in den 1960er Jahren wurde die damals noch neue Technik für Spezialanwendungen eingesetzt. Lange Zeit verhinderten die hohen Preise für Computer-Chips ein breiteres Anwendungsspektrum. In den letzten Jahren hat sich die RFID Technologie jedoch immer mehr durchgesetzt und ist in vielen Industrie- und Handelsunternehmen im Bereich der Logistik mittlerweile unverzichtbar.

Bedeutung der RFID Technologie im Bereich der Logistik

Mit der RFID Technologie ist es möglich, kontaktlos Daten von Objekten mit elektromagnetischen Wellen schnell und automatisiert zu erfassen. Es gibt viele Anwendungsmöglichkeiten für diese Technik, die damit Barcodes und das optische Erkennen von Objekten substituiert:

  • Logistik
  • Intralogistik
  • Materialverwaltung
  • Industrieautomaten
  • Personenidentifizierung

RFID ist der Oberbegriff…

… der technischen Infrastruktur:

  • Transponder (Tag)
  • Sende- und Empfangseinheit (Reader)
  • Integration mit verarbeitenden Systemen wie Kassen- und Warenwirtschaftssysteme

Probleme beim Einsatz der RFID Technologie

Die RFID Technologie erschwert für die Mitarbeiter die Aufnahme und anschließende Verarbeitung der Daten. Fehlt eine zusätzliche Visualisierung der Daten auf den damit zu identifizierenden Objekten, hat der Mitarbeiter keine Möglichkeit, einen Zugang zu den Datenbeständen zu bekommen und wird somit vom Informationsfluss abgeschnitten. Die digitalisierten Daten können dann nicht effektiv genutzt werden.

Es bedarf also der Bereitstellung technischer Möglichkeiten, um die Medienbrüche, die zwischen der realen und virtuellen Welt entstehen, zu überwinden. Innovative RFID Tags sind Wearables, die dieses Problem beseitigen und den Mitarbeitern im Bereich der Warenwirtschaft die Arbeit entscheidend erleichtern.

RFID Tags und Wearables optimieren die Intralogistik

Wearables bilden die Schnittstelle zwischen der virtuellen und realen Welt und sind weitaus mehr als tragbare Computer, sondern integrierte Systeme, die den Nutzer dabei unterstützen, seine Aufgaben schneller und effizienter durchzuführen.

Wearables erhöhen die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter

Ein RFID Tag, das als Wearable direkt am Körper getragen wird, bietet ein großes Potential für die Steigerung der Produktivität im Logistikbereich. Die intralogistischen Prozesse werden optimiert, denn die Mitarbeiter:

  • haben die Hände frei,
  • machen weniger Fehler und
  • Bearbeitungswege sowie -zeiten werden reduziert.

Moderne Wearables werden als Manschette am Handgelenk als Teil der Arbeitskleidung getragen und stören auf diese Weise nicht bei Arbeiten wie dem Kommissionieren, dem Bereitstellen von Waren oder dem Sortieren von Gegenständen im Lagerbereich. Für die Erfassung der Daten müssen nicht mehr manuell Zahlencodes eingegeben werden. Die Berührung mit dem Wearable ist für die Datenübertragung ausreichend.

Wie funktionieren die Wearables?

Mittlerweile ist die RFID Technologie so fortgeschritten, dass die Wearables intuitiv bedient werden können. Die Mitarbeiter erledigen ihre Arbeit, ohne dass das Wearable stört oder Arbeitsabläufe verändert werden müssen. Nimmt der Mitarbeiter ein Objekt in die Hand, erfolgt dabei automatisch ein Datentransfer. Auf dem Bildschirm eines Smart Devices wird dann das Ergebnis der vollautomatischen Datenübertragung angezeigt. Als Smart Device kann ein Smartphone oder eine Smart-Watch genutzt werden.

Was ist der Vorteil dieser RFID Tags?

Wearables lösen Handhelds als RFID Tags ab, denn sie bieten den Mitarbeitern einen wesentlich besseren Komfort. Die Arbeit mit einem konventionellen Handheld, der als Barcode-Scanner die Daten ausliest, ist viel umständlicher und erfordert ständiges Aufnehmen und Ablegen des Scanners, wohingegen mit den innovativen RFID Tags sehr flüssige Arbeitsabläufe realisiert werden können. Auf diese Weise lassen sich die Prozesse im Wareneingang und Warenausgang effizienter gestalten und laufen fehlerfreier und außerdem schneller ab.

Mit RFID Tags und Wearables zur optimierten Intralogistik

Werden mit RFID Tags Daten vollautomatisch elektronisch und in Echtzeit erfasst, ergeben sich daraus Potentiale, um die Effizienz des Wareneingangs und Warenausgangs zu erhöhen. Daten werden automatisch zum System der Lagerverwaltung weitergeleitet und bereits direkt beim Wareneingang kann ein Abgleich mit der Bestellung vorgenommen werden.

Die Mitarbeiter, die mit diesen RFID Tags ausgestattet werden, erreichen eine höhere Produktivität und können außerdem genauer arbeiten. Die verbesserte Genauigkeit führt dazu, dass jederzeit bekannt ist, wo sich die Wareneingänge befinden, sodass das Einsortieren der Objekte ebenfalls beschleunigt wird. Fehlerquellen werden gezielt ausgeschaltet und es entsteht ein nachvollziehbarer Prüfpfad.

Aus dem Lagerbereich können alle nötigen Informationen abgerufen werden und auch hier erfolgt die Erfassung der Informationen schnell und fehlerfrei. Mit den RFID Tags wird die technologische Grundlage dafür geschaffen, den Leistungsdruck, der besonders im Bereich der Logistik besteht, zu mildern und den Kunden einen schnellen, reibungslosen Service zu bieten. Informationen werden ohne Verzögerungen erfasst und weitergeleitet und dadurch werden die Prozesse transparent, sodass die Entscheidungsträger im Unternehmen jederzeit eine datenbasierte Entscheidungsgrundlage zur Verfügung haben.


Bildnachweis: © shutterstock – chombosan

About Author

Jürgen G. Mehren, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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