Pick-by-Voice: die Kommissionierung effizienter gestalten

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Pick-by-Voice hat als Vorbote von Industrie 4.0 längst Einzug gehalten: die Zukunft kommt nirgends ohne Computer aus und es zeigt sich mehr und mehr, wie effizient die Arbeit auch in bisher weniger beachteten Bereichen durch Innovationen werden kann. Das beste Beispiel ist derzeit die Kommissionierung, die mit Pick-by-Voice und den zugehörigen Datenbrillen, wie sie auf der LOGIMAT 2016 vorgestellt worden sind, deutlich produktiver und fehlerresistenter wird.

Technologie der Zukunft – mit Pick-by-Voice heute schon im Einsatz

Verschiedene Kommissionierungssysteme wurden schon vor langer Zeit entwickelt und gelten nicht mehr als Novum. Ganz anders die sprachgeführten Systeme wie Pick-by-Voice, die es sich zum Ziel gemacht haben, die gesamte Kommissionierung produktiver und effizienter zu gestalten. Die Technik soll die bisherige Papiervariante ersetzen und zu einer beleglosen Kommissionierung führen. Möglich ist es sogar, die Technik des Pick-by-Voice mit der Barcode-Technologie zu kombinieren. Letztere ist momentan noch üblich.

Soll der Arbeitsfluss produktiver werden, muss Pick-by-Voice in allen Bereichen Einzug halten, so auch bei den Kommissionierungsanwendungen. Das Hantieren mit Papierlisten muss ebenso der Vergangenheit angehören wie die Nutzung mobiler Lesegeräte für Barcodes, wobei dies noch zeitsparender ist als die Verwendung von Papierlisten. Mit Pick-by-Voice nun hört der Kommissionierer seine Anweisungen über Kopfhörer und kann jeden Arbeitsschritt per Spracheingabe bestätigen. Dafür verfügt das Gerät über ein integriertes Mikrofon. Die einzelnen Arbeitsschritte, die bei den Anwendungen vorkommen, werden damit verkürzt bzw. entfallen, was eine deutliche Steigerung der Effizienz mit sich bringt. Außerdem bietet Pick-by-Voice den großen Vorteil, dass sich der Mitarbeiter komplett auf den Pickvorgang konzentrieren kann, die Genauigkeit bei der Kommissionierung wird erhöht.

Standard und Kombination mit Datenbrillen

Als Standard für Pick-by-Voice hat sich inzwischen ein kleiner Computer etabliert, der aufgrund seiner Bauart sogar in die Gürteltasche passt bzw. am Gürtel getragen werden kann. Es bedarf dafür nicht einmal eines ganz besonderen Computers, sondern marktübliche PDAs kommen zum Einsatz. Auch der von topsystem vorgestellte Voxter kann verwendet werden.

Der Standard bei Pick-by-Voice wurde nun durch Voice & Vision erweitert – vorgestellt unter anderem auf der LOGIMAT 2016. Dabei handelt es sich um die Kombination von Pick-by-Voice und einer Datenbrille, über die alle relevanten Informationen angezeigt werden können. Die Intralogistik der Zukunft wird damit revolutioniert – Zeitersparnis, gesteigerte Effizienz und Produktivität sind keine Zukunftsmusik mehr. Gleichzeitig amortisiert sich die Investition durch die eben genannten Aspekte innerhalb eines Jahres – ein entscheidendes Kriterium bei der Frage, ob die Anschaffung von Pick-by-Voice und Datenbrille lohnenswert ist oder nicht.

Mit leistungsstarkem Akku über mehrere Schichten

Viele Unternehmen beklagten sich in der Vergangenheit darüber, dass die Akkus für Systeme wie Pick-by-Voice nur über maximal zwei bis drei Stunden hielten. Danach war der Austausch der Akkus angesagt. Arbeiten ohne externe Stromquelle über eine ganze Schicht? Fehlanzeige! Das ist mit dem neuen Picavi Control von LOGCOM nun anders, denn damit lässt sich eine ganze Schicht in der Fertigung überbrücken. So kommen nun viele Vorteile zusammen. Zum einen ist die Prozessführung nun konsequent möglich, weil das Display der Datenbrille entsprechend konzipiert worden ist. Die einzelnen Schritte können über einen integrierten Scanner direkt bestätigt werden. Eine Zeitersparnis steht damit außer Frage.

Schon heute sind es Kosmetik- und Werkzeughersteller, aber auch große Bäckereien, die auf Pick-by-Voice setzen und damit ihr Kommissionierungssystem gänzlich erneuert haben. Der Akku, der für Pick-by-Voice eingesetzt wird, ist industrietauglich, das gesamte System ist auf die harten Anforderungen in der Lagerbranche ausgelegt. Die Fehlerquote bei den einzelnen Greifvorgängen sank in Untersuchungen signifikant.

Aufgrund der vielen Scanvorgänge können Akkus in herkömmlichen Geräten die geforderte Laufzeit von mindestens acht Stunden nicht bedienen. Der Austausch des Akkus kostet aber Zeit und stört die Produktion. Daher bietet Picavi Control nun eine Möglichkeit, die Datenbrillen in der Industrie effizienter zu nutzen. Durch die lange Haltbarkeit der Akkus müssen externe Stromquellen weniger häufig genutzt werden. Hinzu kommt, dass die Akkus speziell für die industrielle Nutzung entworfen wurden. Das bedeutet, sie verfügen über ein besonders robustes Gehäuse und über einen Industriestecker, der sich verschrauben lässt. Gleichzeitig wiegt der Akku gerade einmal 200 Gramm und ist damit ein echtes Fliegengewicht in der Branche. Er bietet außerdem die alternative Bedienung der Datenbrillen an, von hier aus lässt sich das Menü über Tasten steuern. Eine Umgewöhnung seitens des Bedieners ist für die Arbeit mit dem Akku aber nicht nötig, das gesamte Gerät ist selbsterklärend und somit intuitiv zu bedienen. Am Gürtel sicher angebracht und mit einer Zugentlastung versehen, kann sich der Mitarbeiter frei bewegen.

Wenn Picavi Control dann doch nach Ende der Schicht leer ist, muss der Akku natürlich aufgeladen werden. Das geschieht am besten über die mitgelieferte Vierfachladestation, die ebenfalls von Logcom angeboten wird.

Fazit: Die Kombination aus Pick-by-Voice und Datenbrille wird die Kommissionierung schneller, effizienter und damit produktiver werden lassen – auch dank des neuen Akkus, der die Mitarbeiter keine Zeit beim Anschluss der Datenbrille an eine externe Stromquelle verschwenden lässt.


Bildnachweis: © LOGCOM

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About Author

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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