Logistikbranche: Über die deutsch-französische Personalberatung neue Führungskräfte finden

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Als Logistikunternehmer führen Sie sicherlich eine Firma mit mehreren Angestellten. Das heißt, das Thema „Personal“ ist für Sie immer wieder wichtig und nicht selten geht es darum, wirklich gutes Führungspersonal zu bekommen. Eine deutsch-französische Personalberatung ist die ideale Anlaufstelle für die Rekrutierung von Führungskräften aus und in Frankreich.

Warum über die Personalberatung gehen?

Natürlich können Sie eine Stelle für Ihr Unternehmen in Frankreich auch selbst ausschreiben. Sie wählen das infrage kommende Personal nach Sichtung der Bewerbungsunterlagen aus, führen die Personalgespräche und entscheiden sich nach den Gehaltsverhandlungen für oder gegen eine bestimmte Person. Das allerdings ist mit viel Zeit und Aufwand verbunden und bedarf zudem einiger Rechtskenntnis.

Weitaus einfacher und zeitsparender ist es, sich an eine Mitarbeitervermittlung zu wenden. Diese geht den Weg über das Headhunting und spricht explizit die Personen an, die für die ausgeschriebene Stelle am ehesten infrage kommen. Oder die Stelle wird per Stellenanzeige ausgeschrieben und durch die Personalvermittlung erfolgt eine Vorauswahl der Bewerber, ehe diese zu einem Vorstellungsgespräch zu Ihnen ins Unternehmen kommen.

Außerdem können Sie sich fachlich und rechtlich durch die Berater informieren lassen. Der Leistungsumfang ist verschieden, die einzelnen Agenturen arbeiten aber stets im Interesse der Auftraggeber. Das heißt für Sie, dass Sie eine umfangreiche Beratung und Hilfestellung bei der Personalsuche erwarten können.

Beliebte Standorte für Unternehmen

Frankreich ist groß, doch es gibt hier einige Regionen, die bei Bewerbern und Unternehmensgründern besonders beliebt sind:

  • Zum einen ist dabei Ile-de-France zu nennen, was ungefähr dem Großraum Paris entspricht. Hier sind zahlreiche Unternehmen angesiedelt, die Nachfrage seitens der Kunden ist groß, die Konkurrenz aber zahlreich. Die Gehälter sind etwas höher als anderswo, dafür sind die Lebenshaltungskosten aber ebenfalls höher.
  • Auch Lothringen, das Elsass und Rhône-Alpes sind Regionen, die auf der Beliebtheitsskala ganz weit oben stehen. Sie sind wirtschaftlich stark, locken mit schönen Landschaften, einer guten Infrastruktur und guten Gehältern. Letztere sind in Frankreich übrigens etwas niedriger als in Deutschland, dafür sind die Ausgaben für die Sozialversicherungen aber geringer.

Allerdings muss der Arbeitnehmer die Einkommenssteuer in Frankreich selbst abführen, diese behält nicht der Arbeitgeber ein. Dafür wird meist ein zusätzliches Gehalt pro Jahr vereinbart – sodass der Arbeitgeber letzten Endes doch für die Steuer aufkommt, auch wenn dieser Fakt nicht so benannt wird.

Das Elsass und Lothringen ziehen übrigens vor allem deutsche Arbeitnehmer an, denn hier wird größtenteils Deutsch gesprochen. Doch auch in den anderen Regionen und sogar in der Hauptstadt Paris werden immer wieder deutschsprachige Mitarbeiter gesucht.

Arbeitsverträge: Befristet oder unbefristet?

Gerade in der Logistikbranche ist es in Deutschland Usus, befristete Arbeitsverträge zu vergeben – wenn auch natürlich nicht in jedem Unternehmen. Doch in Frankreich sieht diese Sache ein wenig anders aus, denn es ist nicht ganz so einfach, einen befristeten Arbeitsvertrag zu vergeben. Dieser muss aus guten Gründen geschlossen werden, was bedeutet, dass beispielsweise Spitzenzeiten in der Saison mit zusätzlichem Personal abgefangen werden sollen oder dass ein Mitarbeiter, der einen unbefristeten Arbeitsvertrag besitzt, kurzzeitig ersetzt werden soll.

Der Arbeitsvertrag muss immer in schriftlicher Form vorliegen und darüber hinaus in einer französischen Version. Andernfalls ist er nicht rechtsgültig.

Eine Mehrbelastung liegt übrigens nicht allein aus dem Grund vor, weil Sie ein Unternehmen neu gründen. Auch wenn die Anfangszeit hart ist, erkennt der Gesetzgeber in Frankreich dies jedoch nicht als umfassende Zusatzbelastung an, die eine Befristung von Arbeitsverträgen rechtfertigen würde.

Soziale Absicherung in Frankreich

Wie auch in Deutschland ist in Frankreich eine Sozialversicherung verpflichtend. Das heißt, Sie müssen als Arbeitgeber dafür sorgen, dass Ihr Angestellter kranken- und rentenversichert ist.

Außerdem muss eine

  • Familienvorsorge,
  • eine Arbeitslosen- und
  • eine Unfallversicherung vorliegen.

Wenn Sie diesbezüglich unsicher sind, fragen Sie die deutsch-französische Personalberatung um Rat, diese wird gern Auskunft zum Thema Sozialversicherung geben.

Die Versicherungsbeiträge werden anteilig vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber abgeführt, wobei der Anteil für den Arbeitnehmer in Frankreich geringer ist als der für den Arbeitgeber. Wenn Sie sich von der Konkurrenz abheben wollen, sollten Sie Ihrem Wunschkandidaten für das Management eine Zusatzversicherung anbieten, denn genau diese ist es, die oft den Ausschlag zwischen zwei Angeboten gibt. Gute Sozialleistungen sind ein wichtiger Faktor bei der Auswahl der neuen Arbeitsstätte, als Arbeitgeber tun Sie daher gut daran, dies zu bedenken.

Hinweise zur Probezeit

Auch in Frankreich ist es üblich, eine Probezeit mit dem neuen Mitarbeiter zu vereinbaren.

  • Für Führungskräfte und leitende Angestellte gilt eine Probezeit von vier Monaten,
  • Facharbeiter werden meist für drei Monate auf Probe eingestellt.
  • Lediglich ausführende Angestellte sind meist für zwei Monate auf Probe im Unternehmen, ehe über die Weiterführung des Arbeitsvertrages entschieden wird.

Eine Verdopplung der Probezeit ist möglich, allerdings muss eine solche Vereinbarung im anfangs geschlossenen Arbeitsvertrag festgehalten werden.

Wird der Arbeitsvertrag befristet ausgestellt, so wird in der Regel ein Tag Probezeit pro Arbeitswoche festgelegt. Für einen auf sechs Monate geschlossenen Vertrag bedeutet das eine maximale Probezeit von zwei Wochen. Höchstens darf ein Monat auf Probe gearbeitet werden, wenn das Arbeitsverhältnis auf absehbare Zeit geschlossen wurde.

Personal in der Logistik: Durch Personalberatung findet sich meist schneller die passende Besetzung. (#01)

Personal in der Logistik: Durch Personalberatung findet sich meist schneller die passende Besetzung. (#01)

Arbeitgeber: Welche Kosten entstehen neben dem Gehalt?

Für Sie als Arbeitgeber ist es gut zu wissen, welche Kosten auf Sie zukommen werden, wenn Sie neues Personal einstellen. Zum einen ist hier natürlich das Gehalt der Führungskraft zu nennen. Wenn Sie sich die Mühe machen und das Personal über eine deutsch-französische Personalvermittlung suchen, die vielleicht wiederum per Headhunting den perfekten Kandidaten für Sie gefunden hat, sollten Sie mit einem guten Gehalt aufwarten können.

Allerdings sei an dieser Stelle angemerkt, dass in Studien festgestellt wurde, dass die Gehaltsvorstellungen der Bewerber meist um ca. 1000 Euro nach oben von den tatsächlichen Gehältern abweichen. Insgesamt sind die Gehälter in der Logistikbranche in Deutschland und Frankreich vergleichbar, in Frankreich liegen sie nur ein wenig niedriger. Außerdem sind die Gehälter je nach Region, in dem Ihr Unternehmen angesiedelt ist, verschieden – am höchsten dürften sie derzeit im Großraum Paris sein.

In Frankreich muss überdies der Mindestlohn bedacht werden. Er wird hier als „Salaire Minimum Interprofessionel de Croissance“ bezeichnet und erfährt eine jährliche Anpassung an die konjunkturelle Entwicklung des Landes.

Derzeit sind 1090,48 Euro als Mindestlohn für die übliche 35-Stunden-Woche in Frankreich festgelegt.

In den einzelnen Branchen gelten allerdings unterschiedliche Mindestlöhne. Hinzu kommt, dass die berufliche Einstufung eine weitere Rolle spielt.

Unerheblich ist hingegen, ob es sich bei dem Angestellten um einen Mann oder eine Frau handelt, denn in Frankreich gilt die Gleichberechtigung für beide Geschlechter in Bezug auf die Höhe des Gehalts.
Der Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungen beträgt derzeit 42 Prozent, hinzu kommt noch das 13. oder gar 14. Monatsgehalt für das Personal. Bedenken Sie zudem die Zusatzversicherungen, mit denen Sie gegenüber den neuen Angestellten eventuell aufwarten wollen. Insgesamt sind die Lohnkosten für Sie in Frankreich höher als für einen Unternehmer in gleicher Branche in Deutschland.
Da in der Logistikbranche häufig Überstunden und Schichtdienste anfallen, müssen Sie die entsprechenden Zulagen ebenfalls einplanen. Diese Zulagen müssen auch auf den Mindestlohn gezahlt werden!

Formalitäten für Arbeitgeber

Die deutsch-französische Personalberatung wird Sie hinsichtlich der zu erfüllenden Formalitäten bei der Einstellung und Beschäftigung neuer Mitarbeiter in Frankreich sicherlich gern aufklären. An dieser Stelle finden Sie aber bereits einige wichtige Informationen:

  • Sie müssen beispielsweise die „Déclaration préalable à l’embauche“ ausfüllen, das ist die Anmeldung zur Sozialversicherung.
  • Außerdem müssen alle neuen Mitarbeiter in einem Personalregister geführt werden. So lässt sich nachvollziehen, wer zu welcher Zeit und wie lange im Unternehmen tätig war.
  • Für das Personalverzeichnis spielt es auch keine Rolle, in welcher Position der Mitarbeiter beschäftigt ist und ob er befristet oder unbefristet arbeitet, täglich in der Firma präsent ist oder im Home Office arbeitet.
  • Auch Führungspersonal wird hier gelistet.

Bitte vergessen Sie nicht, alle neuen Mitarbeiter zur ärztlichen Einstellungsuntersuchung anzumelden, denn das ist Ihre Pflicht als Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, an dieser Untersuchung teilzunehmen. Dabei soll sichergestellt werden, dass der neue Mitarbeiter körperlich und geistig in der Lage ist, den Anforderungen an seine Stelle gerecht zu werden und dass er nicht unter ansteckenden und gefährlichen Krankheiten leidet. Des Weiteren müssen Sie als Arbeitgeber die Sicherheitsausbildung anmelden, an der der künftige Arbeitnehmer ebenfalls teilnehmen muss.

Er soll hier die typischen Risiken und Gefahren des neuen Jobs kennenlernen und erfahren, wie er damit umzugehen hat. Dabei soll er seine eigenen Erfahrungen und Kompetenzen mit einbringen.

Deutsch-französische Personalberatungen: Einige Beispiele

Im Internet finden sich zahlreiche deutsch-französische Personalberatungen. Nicht alle sind auf die Vermittlung von Führungskräften oder überhaupt von Angestellten nach Frankreich spezialisiert, sondern bieten die Rekrutierung dorthin als eine Dienstleistung unter mehreren an. Andere wiederum konzentrieren sich – so wie die folgenden Beispiele – auf die Vermittlung von Managern und anderen Führungskräften in das französische Ausland.

  1. Euro Rekruter
    Euro Rekruter ist die richtige Anlaufstelle für Unternehmen ebenso wie für Führungskräfte, die in das französische Ausland möchten, um dort zu arbeiten. Die Suche kann auf der Internetseite des Anbieters bereits selbst eingeschränkt werden, eine persönliche Beratung und Betreuung ist aber natürlich möglich. Für Sie als Arbeitgeber bedeutet das, dass Sie bereits einen ersten Eindruck über die Anzahl und Qualifikation der potenziellen neuen Angestellten bekommen können.
  2. Eurojob-Consulting
    Seit nunmehr 12 Jahren gibt es die Personalvermittlung Eurojob-Consulting, die vor allem durch das breit gefächerte Netzwerk in Deutschland und Frankreich so erfolgreich ist. Die Berater, die hier tätig sind und Führungskräfte vermitteln, sind auf einzelne Branchen spezialisiert. Für Sie als Logistikunternehmer heißt das, dass Sie es mit Beratern zu tun bekommen, die sich fachlich auskennen und den aktuellen Stellenmarkt in dieser Branche perfekt einschätzen können. Gesucht wird nach konkreten Vorgaben per Headhunting oder es werden Stellenanzeigen in Zeitungen und Zeitschriften sowie im Internet veröffentlicht.
  3. gbo Human Resources
    Diese Personalberatung ist auf die Vermittlung von Geschäftsführern, Filialleitern und anderen Führungspersonen fokussiert. Vor allem im Bereich Industrie und Dienstleistungen wird ständig neues Personal gesucht, sodass auch die Logistikbranche aus einem großen Pool potenzieller neuer Mitarbeiter schöpfen kann. Besetzt werden bei der Suche in erster Linie Positionen im oberen und mittleren Management, doch auch „normale“ Angestellte können über diese deutsch-französische Personalberatung gefunden werden.
  4. Blique-Gawlitta
    Auch hierbei handelt es sich um einen Spezialisten für die Vermittlung von ausländischen Arbeitskräften nach Frankreich. Dabei hat der Anbieter sowohl Standorte in Frankreich als auch in Deutschland und konnte sich in der Zeit seiner Tätigkeit als Spezialist für die Vermittlung von Führungskräften nach Frankreich erweisen. Seit mittlerweile 15 Jahren ist das Unternehmen erfolgreich in der Personalvermittlung in der Rekrutierung von Personal, wobei stets versucht wird, die eigene Arbeit möglichst nachvollziehbar zu gestalten.
  5. IMS
    Die Personalberatung und –vermittlung IMS hat sich auf das Headhunting spezialisiert und ist in diesem Bereich seit der Unternehmensgründung im Jahr 2001 sehr erfolgreich. Vorrangig geht es darum, Mitarbeiter in französische Unternehmen zu vermitteln, was sowohl von Paris aus möglich ist als auch von der Filiale in Freiburg aus. IMS expandiert kaum und bleibt bewusst eher klein, damit die Kunden wirklich persönlich beraten werden können. Die Leistung ist zielorientiert und maßgeschneidert, es geht stets darum, für das jeweilige Unternehmen den besten Mitarbeiter zu finden. Eine umfassende Beratung der Kunden zur Personalvermittlung ist als übliche Leistung im Angebotspreis inbegriffen.

Bildnachweise: © Fotolia Titelbild: Eisenhans – #01: industrieblick

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About Author

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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