HHLA: Intermodal-Segment wesentlich für Geschäftsentwicklung

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Das Jahr 2017 verlief für die HHLA überaus erfolgreich und so verwundert es nicht, dass die neuen Ziele für 2018 große Investitionen beinhalten. Außerdem wird das operative Ergebnis voraussichtlich deutlich steigen.

Stärkung der Marktposition der HHLA

Die HHLA setzt auch in Zukunft darauf, intermodal tätig zu sein bzw. den Lieferverkehr derart zu gestalten. Kein Wunder angesichts des positiven Ergebnisses, welches die Hamburger Hafen und Logistik AG in 2017 verzeichnen konnte. Der Umsatz stieg um 6,3 Prozent, das operative Ergebnis konnte mit einem Plus von 5,6 Prozent aufwarten. Damit gelang es dem Unternehmen, die eigene Position auf dem Markt zu stärken, auszubauen und für die Zukunft zu rüsten. Denn eines ist klar: Die Konkurrenz wächst und gestaltet den Verkehr, der zunehmend intermodal sein wird, tatkräftig mit. Die HHLA wartet für 2017 mit deutlich gestiegenen Finanzkennzahlen auf, was durch den Konzern auf den gestiegenen Containerumschlag zurückgeführt wird. Außerdem liegt der Fokus der HHLA auf dem Immobilienportfolio, welches gerade im letzten Jahr überaus erfolgreich bewirtschaftet werden konnte. Es stieg wertmäßig auf 1,25 Millionen Euro.

Auch das operative Ergebnis kann sich sehen lassen: Eine Steigerung von 5,6 Prozent für das EBIT ist ein sehr guter Wert, der sogar trotz hoher Investitionen in den Umbau der gesamten Organisation des Unternehmens und in die Überarbeitung der firmeninternen Systeme für die Altersversorgung entstand. Dank des Schwerpunkts auf den Intermodal-Leistungen konnte sich das Unternehmen weiterentwickeln und einen derart positiven Jahresabschluss erzielen.

Das sagt der Vorstand

Angela Titzrath, Vorsitzende des Vorstands der HHLA (#1)

Angela Titzrath, Vorsitzende des Vorstands der HHLA (#1)

Angela Titzrath, Ihres Zeichens nach Vorstandsvorsitzende der Hamburger Hafen Logistik AG (Foto) sieht im erfolgreichen Jahr 2017 die Energiereserve für die weitere Unternehmenstätigkeit. Die Wachstumsziele werden von ihr als „ambitioniert“ beschrieben, wobei alle Segmente des Unternehmens ihren Beitrag zum Erfolg geleistet haben. Der Intermodal-Bereich spielt hier bei näherer Betrachtung aber eine besondere Rolle.

Titzrath geht davon aus, dass die HHLA auf einem soliden Fundament stehe, was zum einen die finanzielle Ausstattung, zum anderen die Zukunftsperspektiven beträfe. Auf diesem Fundament wiederum fußt der digitale Wandel, den auch das Unternehmen durchmachen muss, ebenso wie die übrigen im Hafen ansässigen Firmen. Das gesamte Marktumfeld sieht Titzrath als sehr herausfordernd, was wiederum Kraft, Flexibilität und Innovationsfreude seitens der Unternehmen erfordert. Außerdem müssten diese agil sein und sich aktiv um Neuerungen und Innovationen bemühen sowie auf die Erfordernisse des sich wandelnden Marktes eingehen können.

Die HHLA hat laut der Meinung der Vorstandsvorsitzenden die eigene Strategie auf das geforderte Wachstum ausgerichtet und legt gleichzeitig größten Wert darauf, dass Qualität und Produktivität ebenso wie die Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleiben bzw. weiter gefördert werden. Das Wichtigste sei das Vertrauen der Kunden, welches um jeden Preis erhalten bleiben müsse. Mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens wird diesem Fakt Rechnung getragen, wobei gleichzeitig an der Internationalität gearbeitet wird. Die Hamburger Hafen Logistik AG will ihre Marktposition in 2018 stärken, was auch durch eine Übernahme der restlichen Metrans-Anteile erfolgen soll.

Wie geht es in 2018 weiter?

Der Containerumschlag wird in 2018 laut HHLA ungefähr in dem Maße fortgeführt, wie er in 2017 erfolgt ist. Auch der Containertransport wird ein ähnliches Volumen aufweisen, denn die intermodalen Verkehre aus Polen sollen neu ausgerichtet werden, was aufgrund der bereits angesprochenen Übernahme der Metrans-Anteile nötig und möglich wird. Der Umsatz des Unternehmens wird daher ungefähr auf dem Niveau von 2017 erwartet.

Gleichzeitig soll aber das operative Ergebnis deutlich steigen und das Vorjahr ganz klar übertreffen. Intermodal und Container sind dabei die beiden verantwortlichen Segmente, die das Ergebnis positiv bestimmen sollen. Das EBIT (Betriebsergebnis) im Bereich der Immobilienwirtschaft soll einen Bereich von 15 Millionen Euro erreichen, wobei hier Großinstandhaltungen hineinfließen, die nicht aktivierungsfähig sind.

Zusammengefasst ergibt das für 2018 folgenden Ausblick:

  • EBIT soll deutlich steigen
  • EBIT für Immobilien soll bei 15 Mio. Euro liegen
  • Vollständige Übernahme der Metrans-Anteile
  • Ähnlicher Containerumschlag und ähnliches Containervolumen wie 2017
  • Steigerung der Dividende auf 0,67 Euro pro A-Aktie (Anstieg um 13,6 Prozent)
  • Ausschüttungsquote soll rund 66 Prozent betragen

Umfassende Investitionen sind geplant

Vorstandsvorsitzende Titzrath sprach davon, dass die HHLA weitere Investitionen in 2018 plant. Das Unternehmen wolle umfangreich investieren, wobei die Intermodalsparte in den nächsten fünf Jahren mit rund 350 Mio. Euro bedacht wird. Weitere 450 Mio. Euro werden in das Segment der Container fließen, die Immobilienwirtschaft wird mit 200 Mrd. Euro bedacht. Damit wird deutlich, wie positiv die Grundstimmung bei der Hamburger Hafen Logistik AG ist und wie optimistisch der Vorstand in die Zukunft blickt. Ob diese Investitionen in dem Maße umgesetzt werden oder nicht, hängt sicherlich auch vom Jahresergebnis für 2018 ab. Alle Segmente sind dazu angehalten, ihren Beitrag auch weiterhin zu leisten und so dafür zu sorgen, dass die HHLA am Ende des kommenden Geschäftsjahres einen ähnlich guten Bericht abliefern kann. Die Wachstumsziele, die in diesem herausfordernden Marktbereich erreicht werden sollen, sind nach dem derzeitigen Stand aber durchaus realistisch.


Bildnachweis: © HHLA – Titelbild Thies Rätzke, #1 Tina Axelsson

About Author

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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