Beförderung Mitarbeitergespräch: Tipps für den Aufstieg

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Beförderung im Mitarbeitergespräch: Wer sich eine große Karriere erträumt oder auch ganz einfach nur beruflich etwas weiterkommen möchte, der braucht über kurz oder lang vor allem: Eine Beförderung! Und die will klar kommuniziert werden. Tipps gibt es hier.

Beförderung im Mitarbeitergespräch: So geht es

Normalerweise führt der Personalverantwortliche oder Chef mindestens ein Mal pro Jahr ein Mitarbeitergespräch, manchmal geht es dabei auch um eine Beförderung.

Nur: Der Chef kann natürlich keine Gedanken lesen. Er oder sie weiß im Zweifelsfall nichts von den Karriereplänen seiner Mitarbeiter, ahnt nicht, dass sie von einem neuen Job träumen, davon, mehr Verantwortung übernehmen zu können – er hat sie dagegen im schlimmsten Fall vielleicht überhaupt nicht auf dem Schirm, wenn es um die Besetzung neuer Positionen geht. Deshalb müssen sich Mitarbeiter möglichst positiv und auch nachhaltig bei ihrem Chef bemerkbar machen, wenn sie von einer Beförderung träumen.

Ein Mitarbeitergespräch mit dem Vorgesetzten kann hier einen entsprechenden Rahmen bieten, um Karriereziele abzustecken und zu verdeutlichen, dass man für eine Beförderung in Frage kommt. Aber Achtung: In ein solches Mitarbeitergespräch sollte man nicht unvorbe-reitet gehen. Die eigene Argumentationslinie dem Chef gegenüber will im Vorfeld gut überlegt und durchdacht sein, denn sie bietet einige Stolperfallen. Hier ein paar Tipps, um die Chancen für eine Beförderung zu erhöhen.

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Im Mitarbeitergespräch betonen: Gute Gründe für eine Beförderung

Folgende Argumente sind grundlegend, um als Mitarbeiter für eine Beförderung überhaupt in Frage zu kommen:

  • Gleichbleibend herausragende Leistungen
  • Eine hohe Fachkompetenz
  • Die Bereitschaft, sich weiter- und fortzubilden
  • Die Bereitschaft, mehr Verantwortung zu übernehmen

All diese Fähigkeiten muss der Chef allerdings auch bemerken, um daraus seine Schlüsse ziehen zu können. Wer sehr gute Leistungen erbringt, dabei aber nur still vor sich hin arbeitet, geht das Risiko ein, nicht wahrgenommen zu werden. Wenn es ganz übel läuft, heimsen am Ende sogar noch die „lauteren“, strategisch geschickter agierenden Kollegen die Lorbeeren beim Chef ein, für die eigentlich ein anderer, bescheidener auftretender Mitarbeiter verantwortlich ist.

Wer sich also zu unauffällig in die Kollegenschar einfügt, bringt sich und seine Leistungen nicht nachhaltig ins Gespräch für eine Beförderung. Beachten sollte man dennoch Folgendes: Bei allem Trommeln in eigener Sache sind laute Kollegen nicht immer die erfolgreichsten – denn sie müssen einen schmalen Grat zwischen kluger Selbstvermarktung und unangenehm prahlerischer Selbstdarstellung beschreiten. Manche Kollegen drängeln sich bei jeder Gelegenheit in den Vordergrund, wenn der Chef dabei steht, loben sich permanent selbst über den grünen Klee und präsentieren dem Vorgesetzten voller Stolz einen Leistungsnachweis nach dem anderen. Ein solches Verhalten fällt zwar auf, wirkt jedoch schnell aufdringlich und bei Weitem nicht jeder Chef lässt sich dadurch nachhaltig beeindrucken.

Beförderung im Mitarbeitergespräch: Wer sich eine große Karriere erträumt oder auch ganz einfach nur beruflich etwas weiterkommen möchte, der braucht über kurz oder lang vor allem: Eine Beförderung! (#01)

Beförderung im Mitarbeitergespräch: Wer sich eine große Karriere erträumt oder auch ganz einfach nur beruflich etwas weiterkommen möchte, der braucht über kurz oder lang vor allem: Eine Beförderung! (#01)

Beförderung im Mitarbeitergespräch: Leistungen betonen – und dabei geduldig bleiben

Was also tun? Man sollte sich und seine Leistungen durchaus vor dem Chef betonen, und das auch regelmäßig aber dabei möglichst stets auf den passenden Kontext und den richtigen Zeitpunkt warten. Ein Mitarbeitergespräch ist dafür eine wunderbare Gelegenheit, aber auch zwischendurch gibt es durchaus Momente, die sich für eine positive Selbstdarstellung besonders gut eignen. Für diese Strategie muss man zwar ein wenig Geduld aufbringen und auch eine gewisse Zeit einkalkulieren, aber dafür minimiert man das Risiko, als eitle Nervensäge abgestempelt zu werden oder sogar den wachsenden Zorn der Kollegen auf sich zu ziehen, die allzu häufige und allzu prahlerische Aktionen in den meisten Fällen mit Argwohn und Missgunst betrachten dürften.

Ein wichtiger Tipp also: Geduld.

Es gibt verschiedene Dinge, die dem Chef über seinen beförderungswilligen Mitarbeiter klar werden sollten. Diese sollten im Mitarbeitergespräch zur Sprache kommen. (#02)

Es gibt verschiedene Dinge, die dem Chef über seinen beförderungswilligen Mitarbeiter klar werden sollten. Diese sollten im Mitarbeitergespräch zur Sprache kommen. (#02)

Mitarbeitergespräch: Das muss doch mal gesagt werden

Es gibt verschiedene Dinge, die dem Chef über seinen beförderungswilligen Mitarbeiter klar werden sollten. Diese sollten im Mitarbeitergespräch zur Sprache kommen, vor allem aber im Unternehmensalltag deutlich werden:

  • Die Leistungen des betreffenden Mitarbeiters sind stets herausragend. Auch seine Kollegen machen ihren Job sicher gut aber wer sich beim Chef ins richtige Licht rücken möchte, sollte seine Leistung auch entsprechend verkaufen können. Ein Tipp: Über Erfolge sollte man sprechen. Das Lob vom zufriedenen Kunden kann durchaus an den Chef weitergeleitet werden. Im Meeting darf ruhig auch darüber gesprochen werden, wie beim aktuellen Projekt bestimmte Probleme angegangen und am Ende erfolgreich gelöst wurden. Es muss deutlich werden, dass der Mitarbeiter hochmotiviert ist, sich von Hürden und Problemen nicht aufhalten lässt und ein großes Potential für neue Aufgabenbereiche und Verantwortlichkeiten mitbringt.
  • Ein Mitarbeiter, der eine Beförderung ins Auge gefasst hat, sollte dem Chef klar machen, dass er bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Dienst nach Vorschrift kommt hier nicht in Frage, neue Aufgaben und Projekte sind dagegen immer willkommen – sind sie doch die perfekte Gelegenheit, die eigenen Kompetenzen und Führungsqualitäten unter Beweis zu stellen. Engagement auf allen Ebenen macht Eindruck, wer den Überblick behält, die verschiedenen Aufgabenbereiche effizient verteilt und sicher in Planung und Organisation auftritt, bleibt dem Chef im Gedächtnis.
  • Um dem Chef zu zeigen, dass man das Zeug für den nächsten Karriereschritt hat, sollte man betonen, dass man sich aus freien Stücken fort und weitergebildet, sein Wissen erweitert und seine beruflichen Fähigkeiten zielgerichtet ausgebaut hat, um in der Lage zu sein, eine verantwortungsvolle Position im Unternehmen einzunehmen. Eigene Initiative kommt immer gut an: Auch ein Fernstudium oder die Abendschule kommen hier in Betracht.
  • Wer sich für eine Beförderung empfehlen möchte, sollte sich nicht als Einzelkämpfer, sondern als Teamplayer präsentieren. Es ist anzuraten, sich aus firmeninternem Klatsch und Tratsch weitestgehend herauszuhalten und sich Kollegen gegenüber immer hilfsbereit und respektvoll zu zeigen auch mit den Kollegen führt der Chef schließlich ein Mitarbeitergespräch und es ist von Vorteil, wenn diese im Zweifelsfall nur Positives über den entsprechenden Beförderungskandidaten zu berichten haben.
  • Man sollte sich nicht unentbehrlich machen – zumindest nicht in der Position, die man ja eigentlich zugunsten einer baldigen Beförderung verlassen möchte. Der Chef sollte nicht annehmen, dass mit der Beförderung eines Mitarbeiters eine Lücke entsteht, die nicht oder nur zu füllen ist – sonst belässt er diesen Mitarbeiter lieber in seinem aktuellen Job, statt Veränderungen ins Auge zu fassen. Deshalb ist es wichtig, Informationen und Wissen mit ausgewählten Kollegen zu teilen, um einerseits klar zu machen, dass auch ein anderer Mitarbeiter die eigene bisherige Arbeit zuverlässig erledigen kann und man gleichzeitig selbst mit seinen Kompetenzen an anderer Stelle im Betrieb viel erreichen und bewirken könnte. Im Idealfall kann ein beförderungswilliger Arbeitnehmer seinem Chef direkt einen Ersatz für die jetzige Position vorschlagen, der ohne aufwändige Einarbeitung übernehmen kann und will.
  • Wissen ist Macht: Wenn man gut vernetzt ist, erfährt man oft schon über den Flurfunk, welche Stellen in anderen Abteilungen demnächst frei werden. Ein gut funktionierendes Business und Karrierenetzwerk hilft einem nicht nur nur dabei, Informationen zu sammeln, sondern man verschafft sich im Zweifelsfall auch Unterstützer und Fürsprecher im Kollegenkreis, die der eigenen Beförderung positiv gegenüberstehen, wenn es soweit ist.
  • Wer befördert werden möchte, sollte im Mitarbeitergespräch nicht allzu offensichtlich einen festen Rahmen für den neuen Job abstecken. Im Zweifelsfall sollte man eher bescheiden auftreten und nicht als Bedenkenträger , wenn es um die Arbeitszeiten oder Veränderungen wie ein neues Team oder sogar einen Umzug geht. Man sollte sich bereits im Vorfeld darüber im Klaren sein, dass eine Beförderung unter Umständen auch mit auf den ersten Blick nicht so angenehmen Nebeneffekten verbunden sein kann. Dem Chef sollte man wiederum signalisieren, dass man damit zurecht kommt, sonst wirkt die Bewerbung um eine Beförderung eher halbherzig und wenig überzeugend.
  • Im Mitarbeitergespräch sollte man seinen Chef auf jeden Fall darauf hinweisen, dass man an einem beruflichen Aufstieg im Unternehmen interessiert ist und auch die Gründe dafür nennen. Selbst wenn zum Zeitpunkt des Mitarbeitergesprächs keine passende Stelle frei ist, wird sich der Chef zu gegebener Zeit an seinen beförderungswilligen Mitarbeiter erinnern.

BIldnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Minerva Studio-#01: Nestor Rizhniak -#02: iofoto

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About Author

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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