bauma 2010: Common-Rail-Systeme von Bosch

20.04.2010 | Stuttgart
Dieseleinspritzsysteme von Bosch sorgen bei Nutzfahrzeugen für geringe Schadstoffemissionen und reduzierten Verbrauch. Gleichzeitig konzipiert und fertigt Bosch leistungsstarke und robuste Common-Rail-Systeme für die spezifischen Anforderungen des so genannten Off-Highway-Segments - sprich für Land- und Baumaschinen sowie Industrieanwendungen.

Basierend auf den bereits in Serie gefertigten Common-Rail-Systemen CRS2.-11-OHW mit 1100 bar und CRS2-16-OHW mit 1600 bar entwickelt Bosch gegenwärtig das Common-Rail-System CRS2-18-OHW mit einem Systemdruck von bis zu 1800 bar. Das System arbeitet mit einem neuen Injektor mit druckausgeglichenem Magnetventil sowie mit einem im Injektor integrierten zusätzlichen Rail-Volumen. Der Kundennutzen liegt, im Vergleich zu den Vorgängergenerationen, im geringeren Kraftstoffverbrauch bei entsprechend reduziertem CO2-Ausstoß. Mit steigendem Einspritzdruck nimmt zudem der Aufwand für die Abgasnachbehandlung innerhalb einer Emissionsklasse ab. Das System leistet somit gleichzeitig einen Beitrag, um künftige Emissionsgrenzwerte zu erreichen. Bei der Anpassung an den Off-Highway-Betrieb hat Bosch die besonderen Anforderungen bezüglich Lebensdauer und Kraftstoffverträglichkeit sowie die harten Betriebsbedingungen berücksichtigt. Dank seines modularen Aufbaus lässt es sich einfach in bestehende und neue Motorbaureihen integrieren. Im Fokus stehen Land- und Baumaschinen sowie Industrieanwendungen bis 130 Kilowatt bei 4-Zylinder-Motoren und bis 200 Kilowatt Leistung bei 6-Zylinder-Motoren. Es kann aber auch als kostengünstige Lösung in leichten und schweren Nutzfahrzeugen eingesetzt werden. Die Baureihe CRS2-18-OHW wird Mitte 2012 in Serie gehen.

CRSN3.3 mit 2000 bis zu 2500 bar Systemdruck

Das Common Rail System CRSN3.3 ist sowohl für das Off-Highway-Segment als auch für den Nutzfahrzeug-Bereich vorgesehen. Im Fokus stehen Motoren von vier bis 16 Zylindern mit einem Leistungsspektrum von 200 bis 560 Kilowatt. Basierend auf dem aktuellen 1800-bar-Injektor hat Bosch das CRSN3.3 zwischenzeitlich für Einspritzdrücke zwischen 2000 und 2500 bar ausgelegt. Zum Aufbau des Drucks wird zum einen die aus Pkw-Anwendungen abgeleitete Hochdruckpumpe CP4 genutzt. Zum anderen kommen Hochdruckpumpen aus der CPN5-Familie zum Einsatz. Trotz des höheren Systemdrucks benötigen die Hochdruckpumpen die gleiche oder sogar eine geringere Antriebsleistung, wodurch der Wirkungsgrad des Systems erhöht wird. Dank der hohen Einspritzdrücke lassen sich mit dem CRSN3.3 künftig auch die für das Off-Highway-Segment ausschlaggebende Abgasnorm TIER4 erreichen. Zudem profitiert der Kunde von der Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und des CO2-Ausstoßes. In Kombination mit einer SCR-Abgasnachbehandlung lässt sich beides noch weiter senken.

Kostengünstige Hochdruckpumpen für Common-Rail-Systeme

Im Hinblick auf künftige Abgasnormen werden von den Fahrzeug- und Motorenherstellern gerade in Emerging Markets wie Indien und China derzeit viele Motoren von der Reihenpumpen-Auslegung auf Common-Rail-Systeme umgestellt. Hierfür hat Bosch die CB-Hochdruckpumpen entwickelt, die ohne großen Aufwand in vorhandene Aggregate aber auch in neue Motoren eingebaut werden können. Gleichzeitig fanden bei der Entwicklung dieser Pumpen die in diesen Regionen häufig stark schwankenden Kraftstoffqualitäten besondere Berücksichtigung. Zu der kostengünstigen CB-Familie gehören die ölgeschmierten Hochdruckpumpen CB 08, CB 18 sowie CB 28. Die CB 08 kann in Common-Rail-Systemen mit bis zu 1600 bar Druck und bis zu 60 kW Motorleistung eingesetzt werden. Sie lässt sich dank zweier Varianten (mit und ohne Pumpengehäuse) einfach in bestehende Aggregate integrieren. Die CB 18 ist für Systeme mit bis zu 1600 bar Druck und bis zu 100 Kilowatt Motorleistung ausgelegt, die CB 28 mit bis zu 1800 bar Druck für Motorisierungen bis zu 200 Kilowatt.

Quelle: Pressemeldung Robert Bosch GmbH

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