Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik24: Das bietet der Beruf heute

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Die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik wird immer beliebter. Kein Wunder, denn offene Stellen gibt es soweit das Auge reicht. Wir zeigen, welche Inhalte die Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik hat, welche Voraussetzungen ein Azubi mitbringen muss und was ihn nach dem Abschluss der Ausbildung erwartet.

Fachkraft für Lagerlogistik: Eine Definition

Spätestens mit dem Boom der Online-Shops und dem einfachen Bestellen per Klick werden Logistiker immer begehrter. Denn sie sind es, die in riesigen Lagern die Herrschaft über die Produkte haben, die der Kunde bestellt hat, um sie anschließend auf den Weg zu ihm zu bringen. Und das so schnell wie möglich. Denn wo es früher einmal etwas dauern konnte bis sich eine Lieferung auf den Weg machte, muss es heute am besten sofort gehen. Wie das geht, lernt man neben vielem anderen in der Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik.

Eine Fachkraft für Lagerlogistik ist in erster Linie Dienstleister im Bereich der Industrie und des Handels, arbeitet dabei aber hinter den Kulissen, so dass der Endverbraucher kein klares Bild von ihm hat. Die Fachkräfte sind für die Planung und Organisation eines Lagers zuständig. Dort sind sie für alles verantwortlich, was die Produkte angeht. Vom Annehmen und Lagern über das Kommissionieren bis hin zum Verpacken und Transportieren gehört alles zum Aufgabenbereich des Lagerlogistikers. In der Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik wird das dafür nötige Knowhow vermittelt, um möglichst selbständiges und vor allen Dingen effizientes Arbeiten zu ermöglichen. Denn gerade die Optimierung und Effizienz von Arbeitsprozessen zeichnet gute Fachkräfte für Lagerlogistik aus.

Das Beispiel Amazon

Das wohl beste Beispiel ist Amazon. Der Internetriese verfügt deutschlandweit über zahlreiche riesige Lager, die es ermöglichen sollen, die bestellten Produkte so schnell wie möglich, teilweise sogar am gleichen Tag oder in nur wenigen Stunden, zum Kunden auszuliefern. Genaue Zahlen liefert Amazon nicht, aber bei dem Handelskonzern arbeiten tausende Fachkräfte für Lagerlogistik, die zu besonderen Hochzeiten wie etwa der Vorweihnachtszeit von saisonalen Kräften unterstützt werden.

Amazon hat die Lagerlogistik dabei über viele Jahre erforscht, verbessert und so immer effizienter gemacht. Wie schafft man es, in großen Lagern möglichst kurze Wege zwischen den einzelnen Produkten zu haben? Das Geheimnis: Ein bisschen Chaos. Was auf den ersten Blick widersinnig erscheint, macht auf den zweiten Blick Sinn. So gibt es in den Lagern von Amazon lediglich grobe Vorgaben, wo welcher Artikel gelagert wird. Das erspart enorm viel Zeit beim Einräumen neuer Waren. Und macht das Zusammenstellen von Bestellungen am Ende auch nicht wesentlich langsamer als wenn alles einem einheitlichen Plan unterworfen wäre. Viel wichtiger ist eine gute Katalogisierung, wo genau welcher Artikel zu finden ist.

Bei dem Handelskonzern Amazon arbeiten tausende Fachkräfte für Lagerlogistik. (#01)

Bei dem Handelskonzern Amazon arbeiten tausende Fachkräfte für Lagerlogistik. (#01)

Die Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik

Dabei sind Liebhaber von chaotischen Zuständen nicht unbedingt geeignet, um die Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik zu beginnen. Welche weiteren Voraussetzungen es gibt, wie die Lehrzeit erfolgt, welche Inhalte sie hat und was Auszubildende währenddessen verdienen, schauen wir uns jetzt näher an.

Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik: Die Voraussetzungen

Die erste Voraussetzung, um eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik zu beginnen, ist ein Schulabschluss. Dabei ist ein Hauptschulabschluss bei etwa der Hälfte aller Unternehmen vollkommen ausreichend. Nur ein knappes Drittel erwartet die Mittlere Reife, ein Prozent der Unternehmen sogar Abitur. Den verbliebenen Unternehmen ist der Schulabschluss weitestgehend egal, wenn die übrigen Voraussetzungen stimmen.

Das sind unter anderem eine gute Teamfähigkeit, ein Gefühl für Technik und Eigenverantwortlichkeit. Wer darüber hinaus gutes Deutsch und gutes Englisch, Grundkenntnisse bei der Arbeit mit dem Computer, ein gut sitzendes Einmaleins, Verantwortungsbewusstsein und Lernbereitschaft mitbringt, hat gute Chancen die Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik antreten zu können. Wer dagegen Probleme hat, sich zu orientieren, Papierkram lieber den anderen überlässt oder wen die Arbeit mit dem Computer graust, ist in der Lagerlogistik falsch aufgehoben.

Teamfähigkeit, ein Gefühl für Technik und Eigenverantwortlichkeit sind gute Voraussetzungen die Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik antreten zu können. (#02)

Teamfähigkeit, ein Gefühl für Technik und Eigenverantwortlichkeit sind gute Voraussetzungen die Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik antreten zu können. (#02)

Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik: Die Bewerbung

Die Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik Bewerbung erfolgt den üblichen Grundsätzen und hat keine besonderen Merkmale. Im Anschreiben verrät der Bewerber etwas über sich und warum ihn die Ausbildung bei gerade diesem Unternehmen reizvoll erscheint. Dazu gesellen sich Lebenslauf und Anlagen wie Schulabschlüsse oder eventuelle Zeugnisse vorheriger Arbeitgeber.

Duale Ausbildung

Die Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik ist eine typische duale Ausbildung. Das heißt, dass der Lehrinhalt zweigeteilt ist. In der Berufsschule erfolgt die theoretische Ausbildung. Der praktische Teil erfolgt direkt parallel zum Besuch der Berufsschule in einem Unternehmen. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre.

Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik: Inhalte an der Berufsschule

In der Berufsschule stehen neben allgemeinen Fächern wie Deutsch, Englisch und Mathematik, die allesamt wichtig für Logistiker sind, spezifische Themen an der Tagesordnung. So erfahren die Auszubildenden alles von der Lieferung, der Lagerung bis hin zur Bearbeitung und dem finalen Versand.

Wichtige Themen sind unter anderem:

  • Handhabe von Gefahrgut,
  • gefährlichen Arbeitsstoffen und verderblicher Ware.
  • aber auch das Zollrecht wird angeschnitten.

Nach der Hälfte der Ausbildungszeit muss der Azubi bei der Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik eine Zwischenprüfung absolvieren. Die Abschlussprüfung erfolgt am Ende nach drei Jahren und beinhalten einen theoretischen wie einen praktischen Teil.

Übrigens:
Die Chancen zu bestehen, sind relativ hoch. Nur acht Prozent aller Teilnehmer an den Abschlussprüfungen fallen durch.

Video: Ausbildung bei LemLog: Fachkraft für Lagerlogistik

Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik: Inhalte im Ausbildungsbetrieb

Im Ausbildungsbetrieb lernt der Azubi direkt die theoretischen Teile in die Praxis umzusetzen. Hier werden dem Auszubildenden gleich konkrete Aufgaben zugeteilt, die über den Zeitraum der Ausbildung einmal quer durch alle Bereiche führen, um ihm ein möglichst breites Wissen zu vermitteln. So sind unter anderem auch die Kontrolle von Lieferungen, das Ausfüllen von Begleitpapieren und das Erstellen von Fehlerprotokollen wichtige praktische Inhalte, die eine Fachkraft für Lagerlogistik wissen muss. Ein Nachweis über die wahrgenommenen Aufgaben und Tätigkeiten erfolgt durch das Führen des Berichtshefts, was der Auszubildende während der Berufsschulzeit stetig aktuell halten muss. Durch den Ausbilder erfolgt eine regelmäßige Kontrolle des Berichtshefts.

Verkürzung der Ausbildungsdauer

Die Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik dauert in der Regel drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen kann diese Ausbildungszeit allerdings auf zweieinhalb oder sogar nur zwei Jahre verkürzt werden. Ein halbes Jahr lässt sich bereits durch sehr gute Mitarbeit und sehr gute Leistungen in der Berufsschule einsparen, da dort am Ende hauptsächlich Wiederholungen des bereits erlernten Stoffs an der Tagesordnung stehen. Kommt schon eine gewisse Vorbildung dazu, gesammelte berufliche Erfahrung und/oder hervorragende Leistungen im Ausbildungsbetrieb kann die Ausbildung auch in zwei Jahren absolviert werden.

Das Recht auf eine Verkürzung folgt aus dem Berufsbildungsgesetz (kurz BBiG). In § 8 Absatz 1 BBiG heißt es wie folgt: „Auf gemeinsamen Antrag der Auszubildenden und Ausbildenden hat die zuständige Stelle die Ausbildungszeit zu kürzen, wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel in der gekürzten Zeit erreicht wird. “ Der Antrag erfolgt bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer und ist eine Ermessensentscheidung. Dies bedeutet, dass der Azubi selber keinen direkten Anspruch auf eine Verkürzung hat, die Chancen aber gut sind, wenn er glaubhaft darstellen kann, dass er die Ausbildung auch in kürzerer Zeit erfolgreich absolvieren kann.

Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik Gehalt

Da es sich um eine duale Ausbildung handelt, verdient der Auszubildende in der Lehrzeit auch schon Geld. Während der Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik bewegt sich das Gehalt in einem variablen Rahmen und ist in erster Linie davon abhängig, ob der Ausbildungsbetrieb an einen Tarifvertrag gebunden ist. Selbst bei den Tarifverträgen gibt es aber deutschlandweit von Bundesland zu Bundesland leichte Unterschiede.

So bewegt sich der das Gehalt während der Ausbildung im ersten Lehrjahr zwischen 580 und 800 Euro, im zweiten Lehrjahr zwischen 650 und 850 Euro, im dritten Lehrjahr bereits zwischen 840 und 930 Euro. Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung sind die tatsächlich gezahlten Gehälter im Jahr 2016 tatsächlich noch etwas höher angesiedelt. Ein weiteres Indiz dafür, wie begehrt Fachkräfte in diesem Bereich tatsächlich sind.

Während der Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik bewegt sich das Gehalt in einem variablen Rahmen und ist in erster Linie davon abhängig, ob der Ausbildungsbetrieb an einen Tarifvertrag gebunden ist. (#03)

Während der Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik bewegt sich das Gehalt in einem variablen Rahmen und ist in erster Linie davon abhängig, ob der Ausbildungsbetrieb an einen Tarifvertrag gebunden ist. (#03)

Fachkraft für Lagerlogistik: Nach der Ausbildung

Nach dem erfolgreichen Ablegen der Abschlussprüfungen darf sich der Auszubildende als staatlich anerkannte Fachkraft für Lagerlogistik bezeichnen. So geht es im Anschluss weiter.

Der Stellenmarkt

Durch das Wachsen der Umsätze im Internethandel haben sich die Stellen in den vergangenen Jahren beinahe verdoppelt. Ein Ende dieser Entwicklung ist im Moment kaum abzusehen und so verwundert es nicht, dass in den einschlägigen Job-Portalen bei großen wie kleinen Unternehmen viele Stellenangebote auf Fachkräfte für Lagerlogistik warten.

Die Verdienstmöglichkeiten

Die Einstiegsgehälter nach der Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik richten sich ebenfalls nach der Tarifzugehörigkeit eines Unternehmens. Diese variieren dazu von Branche zu Branche. So beginnen die Einstiegsgehälter im Transportgewerbe bei etwa 1600 Euro brutto, während in der Textilindustrie bis zu 2200 Euro brutto möglich sind.

Möglichkeiten zur Weiterbildung

Zudem bieten sich nach der Ausbildung und einiger Zeit im Beruf zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterbildung. Das kann ein Studium im Bereich Logistik sein, aber auch eine Weiterbildung zum Logistikmeister oder zur Fachkraft für Logistik und Materialwirtschaft. Mit einer abgeschlossenen Zusatzausbildung kann man in Führungspositionen aufsteigen und so sein Grundgehalt natürlich deutlich erhöhen.

Fazit

Die Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik ermöglicht ein extrem breites Einsatzfeld in einem immer größer werdenden Markt. Spezialisierte Arbeiter sind heiß begehrt. Mit diversen Weiterbildungen ist es zudem möglich, in Führungspositionen vorzustoßen.


Bildnachweis:© Shutterstock – Titelbild: Photographee.eu – #01: Jonathan Weiss – #02: Photographee.eu – #03: Africa Studio

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About Author

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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