Wieder mehr Optimismus für Schiffsbeteiligungen
Am Markt für Schiffsbeteiligungen herrscht zum Jahreswechsel wieder mehr Optimismus. Nachdem in 2008 weniger Eigenkapital eingeworben wurde, erwarten die Experten für Schiffsbeteiligungen im Jahresverlauf eine Stabilisierung des Marktes und ein wiederum stärkeres Engagement der Kapitalanleger. Zu diesem Ergebnis kommt die traditionelle Jahresendumfrage unter 49 Emissionshäusern durch die Krüger-Gruppe, Hamburg, die zu den führenden Spezialisten für die Vermittlung von Schiffsbeteiligungen gehört. Knapp die Hälfte der Emissionshäuser erwartet ganz sicher eine wieder festere Tendenz für die Schiffsbeteiligung, nur 20 Prozent zeigten sich skeptisch. Die Zuversicht wird dadurch unterstrichen, dass drei Viertel in 2009 kaum weniger neue Schiffsbeteiligungsfonds auflegen wollen als 2008. Die Umfrage ergab, dass das platzierte Eigenkapital im zurückliegenden Jahr um etwa 20 bis 30 Prozent von rund 3,5 Mrd. Euro auf etwa 2,5 bis 2,7 Mrd. Euro zurückgegangen ist und damit zwar den Rekordwert von 2007 deutlich verfehlt, jedoch noch immer das Niveau des guten Jahres 2006 erreicht hat. "Dies ist angesichts der Krise an den Finanzmärkten ein besonders gutes Ergebnis", sagt der anerkannte Schifffahrtsexperte und Geschäftsführer der Krüger-Gruppe, Tinus Brehm.
Die Emissionshäuser erkannten eine ganze Reihe von Faktoren, die den Markt für Schiffsbeteiligungen auch 2009 beleben sollten. Über 65 Prozent halten die ab 2009 geltende Abgeltungssteuer neben der günstigen Tonnagesteuer für ein wichtiges Argument für viele Kapitalanleger, sich in Schiffsbeteiligungen zu engagieren. Denn Schiffsfonds sind frei von Abgeltungssteuer. Darüber hinaus profitieren Schiffsbeteiligungen weiterhin von der sehr geringen Tonnagesteuer, die gewinnunabhängig erhoben wird.
Gut die Hälfte der Emittenten schließt sich den Prognosen über die weitere Entwicklung des internationalen Containerverkehrs an, wonach in den kommenden Jahren zwar mit einem abgeschwächten, doch immer noch mit einem durchschnittlichen Plus von 7 Prozent p.a. zu rechnen ist. Das zu erwartende weitere Wachstum der Schifffahrt und die verbesserte Kostensituation sollten relativ schnell wieder zu einer steigenden Rentabilität von Schiffen und so auch von Schiffsbeteiligungen führen. Ebenfalls mehr als die Hälfte sind der Meinung, dass die stark sinkenden Betriebskosten für Schiffe, bedingt vor allem durch stark rückläufige Energiepreise und zudem sinkende Zinsen und damit günstigere Finanzierungskonditionen einen positiven Effekt haben werden.
Weiter verbessern können sich die langfristigen Aussichten der Schifffahrt auch durch die deutlich zunehmende Verschrottung alter Schiffe sowie den Nichtbau bzw. die Verschiebung des Neubaus von Schiffen, bestätigen fast 70 Prozent der Emissionshäuser. "Unsere erfahrenen Investoren wissen, dass sich die in vielen Bereichen gesunkenen Frachtraten auch schnell wieder erholen können und die Rentabilität laufender Schiffsfonds sich dadurch verbessert", so Schifffahrtsexperte Brehm weiter. "Diese positive Sachlage und die bestehenden Steuervorteile werden im Jahresverlauf wieder vermehrt Kapitalanleger davon überzeugen, dass die Sachwert-Investition in Schiffe eine sichere und gute Geldanlage ist."
Quelle: Pressemeldung german communications dbk ag
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