Unimog im Gewässerschutz: vom Uferweg auf die Autobahn

19.08.2010 | Stuttgart
Den verschiedenen Flussmeistereien des Wasserwirtschaftsamtes im niederbayerischen Landshut sind die Eigenschaften und Vorteile des Mercedes-Benz Unimog seit Jahrzehnten vertraut. Dennoch wurden vor der letzten Anschaffung eines Geräteträgers ausgiebige Tests mit Produkten unterschiedlicher Anbieter durchgeführt.

Auf diese Art vergewisserten sich letztlich die Verantwortlichen der Flussmeisterstelle Dingolfing (bei Landshut) von den Systemvorteilen eines Mercedes-Benz Unimog wie zum Beispiel Geräteanbaumöglichkeiten, Leistungshydraulik, Autobahnzulassung, Geländegängigkeit und Wendigkeit. Im täglichen Einsatz zahlen sich diese Vorteile durch deutlich günstigere Betriebskosten aus. Ewald Ammer, Leiter der Flussmeisterstelle Dingolfing, sieht heute die Rechnung mit dem neuen Unimog U 400 aufgehen. Das Fahrzeug wurde, nach einem kurzzeitigen "Ausflug" zu einem Mitbewerberprodukt angeschafft, nachdem keines dieser Produkte richtig überzeugte.

"Wir sind bei jeder Neubeschaffung grundsätzlich angewiesen, uns im Rahmen der dafür vorhandenen und freigegebenen Haushaltsmittel zu bewegen. Dabei muss aber nicht nur der Einkaufspreis als wesentliches Kriterium gelten, sondern auch die Betriebskosten und Möglichkeiten eines Fahrzeugs im täglichen Einsatz müssen ins Kalkül gezogen werden", sagt Ewald Ammer. Nach bisher über 1200 geleisteten Betriebsstunden zeigen sich, nach Darstellung Ammers, "bei den Betriebskosten wesentlich geringere Kosten als bei jedem vergleichbaren Traktor oder Lastkraftwagen".

Die Flussmeisterstelle Dingolfing ist zuständig für die Unterhaltung von Isar, Vils, Vilstalsee sowie der Bauwerke (Schleusen und Wehre, Deichsile) an den Gewässern im Landkreis Dingolfing-Landau. Eine besondere intensive Herausforderung stellt dabei die Isar dar, die auf 25 Kilometern durch den Landkreis fließt und Bauwerke wie Deiche, Deichhinterwege, Uferwege, aber auch Wasserzuläufe und Auwälder aufweist.

Portalachsen ideal beim Laden des Mähguts

Die Transportprofile im Einsatz der Flussmeisterstelle sind sehr unterschiedlich. Während im Ladewagenbetrieb meist mit niedrigster Geschwindigkeit gefahren werden muss, sind bei Transporten auf der Autobahn bis zu 80 km/h für Unimog und Ladewagen gefordert. Einen weiteren ausschlaggebenden Vorteil für die Dingolfinger Gewässerschützer stellen die Portalachsen des Unimog dar, die erheblich mehr Bodenfreiheit als herkömmliche Achssysteme bieten. Bei der Aufnahme des Mähguts mit Ladewagen erweist sich dies als sehr vorteilhaft. Eine umweltschonende Komponente des Unimog ist die heute schon selbstverständliche Euro-5-Abgasnorm mit BlueTec-Dieseltechnik, die gerade bei Traktoren nicht gegeben ist. Die ökologischen Fortschritte verbinden sich hier klar mit den ökonomischen Vorteilen. Darüber hinaus ist nicht zu vergessen, dass alle Techniken und Komponenten eines Unimog aus der Großserie von Daimler Trucks stammen und dementsprechend auch erprobt sind. Ein Vorteil, den kaum ein anderer Fahrzeughersteller in dieser Breite aufweisen kann, denn schließlich ist Daimler der größte Nutzfahrzeughersteller der Welt. Die Betreuung des wiedergewonnenen Unimog-Kunden, auch in Servicebelangen, erfolgt durch den Mercedes-Benz Unimog-Generalvertreter Henne GmbH in Heimstetten bei München.

Für Ammer gibt es keine Alternative zum Unimog, bei dessen Auslegung vor allem die unterschiedlichen Transporteinsätze im Anhängerbetrieb in Kombination mit Anbaugeräten berücksichtigt worden sind. Die Unterstützung der Bautrupps an den Gewässern erfordert ein Fahrzeug, das von der Nutzlast und Geländegängigkeit die Fähigkeiten eines Allrounders bietet.

Quelle: Pressemeldung Daimler AG

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