Ein Ausblick auf unsere Mobilität von morgen
Der neue Bereich "Verkehr und Umwelt" im Verkehrszentrum des Deutschen Museums beschäftigt sich mit den Auswirkungen unserer Mobilität, das heißt mit den damit verbundenen Emissionen wie Lärm oder Schadstoffen, dem Ressourcenverbrauch und natürlich dem Klimawandel. Der Ausstellungsbereich wird heute vom Bayerischen Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Dr. Otmar Bernhard eröffnet.
Bernhard: "Tag für Tag legen wir die verschiedensten Wege zurück, zur Arbeit, zum Einkaufen oder zu Freizeitaktivitäten. Um den verkehrsbedingten Pro-Kopf-Verbrauch an CO2-Ausstoß weiter zu senken, müssen Verbraucher zunächst einmal wissen, wie viel sie durch ihre Fortbewegungsgewohnheiten verbrauchen und was sie im Alltag selbst zur CO2-Verringerung beitragen können. Die Ausstellung führt genau dies mit Computerspielen und Schautafeln vor Augen und gibt damit Orientierung." Die Ausstellung informiert die Besucher außerdem über Klimaveränderungen durch CO2, erläutert die Entwicklungen von Kfz-Kraftstoffen oder Kfz-Antriebsarten und setzt sich auch mit zukünftiger Mobilität auseinander.
Die Fragen über den Grund unserer Mobilität stellen den Anfang der Ausstellung dar: "Warum sind wir unterwegs?", "Wie viele Wege legen wir täglich zurück?" und "Wie legen wir diese Wege zurück?". Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Wechselwirkung zwischen dem mobilitätsbezogenen CO2-Ausstoß und dem Klimawandel. Laut Statistik verursacht jeder Deutsche etwa 10 t CO2 pro Jahr. Ungefähr 20 % davon, also 2 t, entfallen auf die Mobilität. Klimaforscher gehen davon aus, dass sich die Auswirkungen des Klimawandels nur dann in Grenzen halten, wenn der weltweite CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2050 auf die Hälfte reduziert wird. Unter dem Aspekt einer CO2-Gerechtigkeit dürfte dann jeder Erdbewohner insgesamt nur noch 2 t CO2 verursachen, auf die Mobilität umgerechnet bedeutete dies eine Menge von 400 kg.
Für die neue Ausstellung wurde ein CO2-Spiel entwickelt, das dem Besucher die Möglichkeit bietet, seinen ganz persönlichen mobilitätsbezogenen CO2-Ausstoß zu ermitteln. Im Anschluss daran kann er ausprobieren, wie sich seine Mobilität verändern würde, wenn er nur noch 400 kg zur Verfügung hätte.
Natürlich versucht die Ausstellung auch Antworten auf die Frage nach der zukünftigen Mobilität zu geben. Wasserstoff betriebene Verbrennungsmotoren, Brennstoffzellen-Fahrzeuge oder Elektroautos? Der neue Bereich zeigt Lösungsansätze, die nicht immer gleichbedeutend mit "Automobilität" sein müssen.
Quelle: Pressemeldung Deutsches Museum Pressestelle
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